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versicherung Ööffentlich-rechtlicher Natur (vgl. dazu Grotjahn u. a.)
mit Beiträgen, die nach dem Familienstande und der Kinderzahl
abgestuft sind, mit Leistungen (Renten) etwa vom dritten oder
vierten Kinde an sowie mit einer einmaligen Geburtenbeihilfe.
Diese und noch andere wohlgemeinten Maßregeln werden aber
in keinem Lande nennenswerte Erfolge haben, wenn man nicht
auche eine sozialethische Rationalisierung ermöglicht, wenn man
wieder die arg gefährdete Geschlechts- und Ehemoral zu heben
versteht, die verderbliche Schund- und Schmutzliteratur und ähnliche
»Kunst«-darbietungen — nicht etwa unterdrückt, sondern durch
geschickte Gegenpropaganda verächtlich und lächerlich zu machen
weiß und »Aufklärung« auch darüber verbreitet, wie schädlich für
Gesundheit und Eigenwirtschaft übertriebene Vergnügungssucht ist
und wie wohltätig für Leib, Seele und — Geldtasche ein behagliches
Heim, ein geordnetes Familienleben ist. Diesen äußerst wichtigen
bevölkerungspolitischen Zwecken sollten weit mehr Öffentliche
Gelder als bisher gewidmet werden; das sind wahrlich keine zu
hohen Versicherungsprämien für die körperliche, Sittliche und
zeistige Gesunderhaltung der nationalen Produktivkräfte! »Zuerst für
Reserven an menschlichen Kräften sorgen, dann erst für Geld-
reserven !« (Kapitalbildung.) »Der Mensch, die Familie, die Bevöl-
kerung kommt vor der Dividende.« Die Familie ist und bleibt die
unersetzliche Stütze der Volkswirtschaft und des Staates. Das
Wohl der »Gemeinschaft« hängt nicht nur von einer blühenden
Wirtschaft ab, sondern wie diese selbst von gesunden sozialen
und Familienverhältnissen. Das ist auch Rationalisierungsgedanke,
Rationalisierung im edelsten und gründlichsten Sinne des Wortes.
Rationalisierung des Bau- und Wohnungswesens.
Die Wohnung als sachlich-räumliche Grundlage des hauswirt-
schaftlichen Betriebes, des Familienlebens, die auf dieses unaus-
gesetzt, täglich und stündlich, eindringlich und unabweislich einwirkt,
muß in ganz besonderem Maße rationell gestaltet und eingerichtet
sein, um das Wohnbedürfnis wirklich befriedigen zu können.
Der Wohnungsbau zeigt gewiß so manche althergebrachte Eigen-
‚Umlichkeiten, die einer Rationalität des Wohnens widersprechen
und daher beseitigt oder verbessert werden sollten. Nur ist die
Frage, ob alles, was als neuartige Wohnbauweise (»neue
Sachlichkeit«) verkündet wird, auch den Geboten echter Rationalität