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gesehen wird, handelt es sich ferner darum, ob die Rationali—
sierung dieser „Bewährung“ zutraäglich ist oder nicht. In
diesem Zusammenhange ist wiederum die Frage von höchster Be⸗
deutung, ob in einer bis zum aͤußersten mechanisierten, arbeits⸗
teiligen Wirtschaftsform, wie die rationalisierte Wirtschaft sie dar⸗
stellt, die pragmatischen Voraussetzungen zu einer solchen Bewährung
überhaupt gegeben sind.
Die Antwort auf diese Frage wird in entscheidendem Maße be—
einflußt sein von der jeweiligen Wertung des Begriffs der „Be⸗
waͤhrung“. Versteht man unter „Bewährung“ die Betätigung des
Menschen als Werkzeug und Mittel der Kultur, als Durchgangspunkt
der Seele auf ihrem Wege aus der in sich ruhenden Vollkommenheit
zur lebendigen Vielfalt der Gestalten und Formen, so wird man das
Maß der Bewährungsmöglichkeiten in der rationalisierten Wirt⸗
schaft nur skeptisch beurteilen können. Betrachtet man dagegen die
„Bewährung“ lediglich als eine Summe von Einzelhandlungen der
Pflichttreue, des Arbeitseifers, der Einordnung in den Dienst an
anderen, wertet man die Bewährung als eine Kategorie des aske⸗
tischen Ethos, so wird man zu jenem positiven Verhältnis zur
Rationalisierung gelangen, zu dem der amerikanische Puritanismus
tatsaͤchlich gelangt ist.
B. Betrachtungen