Krieg und Nachkrieg.
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3. das Trinken zu verhüten bei den jungen Leuten beiderlei
Geschlechts, im Tanzsaal und anderswo;
4. Angetrunkene nicht zuzulassen oder hinauszuweisen;
5. den Ankleideraum der Mädchen zu überwachen, um un-
gehörige Kleidung zu verhüten, ebenso Trinken und un-
anständige Reden;
6. darauf zu halten, daß Mädchen, die zum Besuch dieser
Knabenschule kämen, von Anstandsdamen begleitet
würden, und daß während des Tanzes keine Autofahrten
von den jungen Leuten unternommen würden;
7. dafür zu sorgen, daß keine Autos in der Nähe des Tanz-
saals hielten;
8, andere Versammlungen und Zusammenkünfte draußen
zu verhüten, die sich der Kontrolle des eigentlichen
Tanzes entzögen;
9. darauf zu achten, daß die Mädchen nach dem Tanz
sofort ihre Zimmer aufsuchten ®.
Der freien Erziehung der Mädchen, der Collegeerziehung der
übermäßig sportbeflissenen, an Lektüre, psychologische Beob-
achtung und Durchdringung des Lebens nicht gewöhnten und
daneben zu frühzeitig und exklusiv dem Gelderwerb dienenden
jungen Männer bringt in idealer Konkurrenz mit der er-
wähnten Lebendigkeit und Impulsivität des girl in den vitalen
Fragen ein Übergewicht des Weibchens hervor. Der junge
Amerikaner ist in Liebesdingen zumeist täppisch, langsam,
passiv. Manchmal bricht der zurückgehaltene Instinkt plötzlich
brutal bei ihm durch und macht ihn zum sogenannten „hotter“;
auf feinere Naturen unter den Frauen, zumal denen auslän-
discher Herkunft, wirkt dieser Typ abstoßend. Oder aber, be-
sonders wenn der junge Mann eine bessere Collegeerziehung
genossen, unterliegt er der ersten Liebe, die über ihn herein-
95 Lindsey, 1. c., p. 45—46.