Metadata: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

430 
Vierter Abschnit 
unterricht mit fabrikmäßiger Arbeit verbindet, unterliegt es keine? 
Zweifel, daß die unvermeidliche Eroberung der politischen Gews) 
durch die Arbeiterklasse auch dem technologischen Unterricht 
theoretisch und praktisch, seinen Platz in den Arbeiterschuleb f 
obern wird. Es unterliegt ebensowenig einem Zweifel, daß di 
kapitalistische Form der Produktion und die ihr entsprechend? 
ökonomischen Arbeiterverhältnisse im vollsten Widerspruch steht 
mit solchen umwälzenden Gärungsstoffen und ihrem Ziel, der AU 
hebung der alten Teilung der Arbeit. Die Entwicklung der wide 
sprüche einer geschichtlichen Produktionsform ist jedoch der ein® 
geschichtliche Weg ihrer Auflösung und Neugestaltung. „Ne sul 
3upra crepidam!“ [„Schuster bleib’ bei Deinem Leisten!‘“] Dies?! 
Höhepunkt handwerksmäßiger Weisheit wurde zur furchtbal 
Narrheit von dem Moment, wo der Uhrmacher Watt die Daml” 
maschine, der Barbier Arkwright den Kettenstuhl, der Juwelie 
arbeiter Fulton das Dampfschiff erfunden hatte.** 
Soweit die Fabrikgesetzgebung die Arbeit in Fabriken, Mai 
fakturen usw. reguliert, erscheint dies zunächst nur als Einmischw 
in die Ausbeutungsrechte des Kapitals. Jede Regulation der 8 
genannten Hausarbeit? stellt sich dagegen sofort als direkter En 
griff in die patria potestas [die väterliche Gewalt] dar, das nel 
modern ausgelegt, in die elterliche Autorität, ein Schritt, wovor 4 
zartfühlende englische Parlament lange zurückzubeben „heuche! 
Die Gewalt der Tatsachen zwang jedoch, endlich anzuerkennen, 0 
die große Industrie mit der ökonomischen Grundlage des al 
Familienwesens und der ihr entsprechenden Familienarbeit a% 
die alten Familienverhältnisse selbst auflöst. Das Recht der Kind 
mußte proklamiert werden. 
809 John Bellers, ein wahres Wunder in der Geschichte der politisch? 
Jekonomie, begriff schon Ende des 17. Jahrhunderts mit vollster Klarheit V 
notwendige Aufhebung der jetzigen Erziehung und Arbeitsteilung, weile 
{{ypertrophie [krankhaftes übermäßiges Anwachsen] und Atrophie [Schwul gi 
auf beiden Extremen der Gesellschaft, wenn auch in entgegengeselt 
Richtung, erzeugen. Er sagt unter anderm schön: „Ein müßiges Lerneh % 
wenig besser als das Lernen von Müßiggang. ... Körperliche Arbeit a 
eine ursprüngliche Einrichtung Gottes. ... Arbeit ist so förderlich für ieh 
Gesundheit des Körpers wie Essen für seine Erhaltung; denn was mal ti 
durch Müßiggang an Schmerz erspart, das wird man durch Krankheit her” 
bringen. . . . Arbeit gießt Oel auf die Lampe des Lebens, Denken entzü 
88. ... Eine kindisch dumme Beschäftigung (dies ahnungsvoll gegel 3 
Basedows und ihre modernen Nachstümper) läßt den kindlichen Gen 
dumm.“ („Proposals for raising a Colledge of Industry of all useful Tr8 
and Husbandry. London 1696“, p. 12, 14, 18.) ol. 
_ 40 Diese geht übrigens großenteils auch in kleineren Werkstätten Ye 
wie wir gesehen bei der Spitzenmanufaktur und Strohflechterei, und A 
namentlich auch an den Metallmanufakturen in Sheffield, Birmingham we 
ausführlicher gezeigt werden könnte.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.