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Vierter Abschnift
brauchswerten darstellt und daher der Wert der einzelnen War
sinkt. Anders jedoch, sobald die gewaltsame Verkürzung des Ar
beitstages mit dem ungeheuren Anstoß, den sie der Entwicklunt
der Produktivkraft und der Oekonomisierung der Produktion*
bedingungen gibt, zugleich vergrößerte Arbeitsausgabe in derselb®
Zeit, erhöhte Anspannung der Arbeitskraft, dichtere Ausfüllung d&
Poren [der Zwischenräume] der Arbeitszeit, das heißt Kondensati®®
[Verdichtung] der Arbeit, dem Arbeiter zu einem Grade aufzwingk
der nur innerhalb des verkürzten Arbeitstages erreichbar ist. Die“
Zusammenpressung einer größeren Masse Arbeit in eine gegeben‘
Zeitperiode zählt jetzt als was sie ist, als größeres Arbeitsquaniu”
Neben das Maß der Arbeitszeit als „ausgedehnter Größe“ tritt jet
das Maß ihres Verdichtungsgrades.!®”* Die intensivere Stunde d*
zehnstündigen Arbeitstages enthält jetzt so.viel oder mehr Arbeib
das heißt verausgabte Arbeitskraft, als die porösere Stunde 9“
zwölfstündigen Arbeitstages. Ihr Produkt hat daher so viel 0d“
mehr Wert als das der poröseren 1!/, Stunden. Abgesehen von def
Erhöhung des relativen Mehrwertes durch die gesteigerte Produktir
kraft der Arbeit, liefern jetzt zum Beispiel 3'/, Stunden Mehrarbe!
auf 6%/, Stunden notwendiger Arbeit dem Kapitalisten dieselbe weit
masso wie vorher 4 Stunden Mehrarbeit auf 8 Stunden notwendig“
rbeit.
Es fragt sich nun, wie wird die Arbeit intensifiziert?
Die erste Wirkung des verkürzten Arbeitstages beruht auf del
selbstverständlichen Gesetz, daß die Wirkungsfähigkeit der Arbeif
kraft im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Wirkungszeit steht. Bi
wird daher, innerhalb gewisser Grenzen, am Grad der Kraftäußeru®
gewonnen, was an ihrer Dauer verloren geht. Daß der Arbeite
aber auch wirklich mehr Arbeitskraft flüssig macht, dafür sorgt da
Kapital durch die Methode der Zahlung.!*® In Manufakturen, de‘
Töpferei zum Beispiel, wo die Maschinerie keine oder unbedeuten”
Rolle spielt, hat die Einführung des Fabrikgesetzes schlagend be
wiesen, daß bloße Verkürzung des Arbeitstages die Regelmäßigke
Gleichförmigkeit, Ordnung, Stetigkeit und Energie der Arbeit wund®”
voll erhöht.‘°®* Diese Wirkung schien jedoch zweifelhaft in def
157 Es finden natürlich überhaupt Unterschiede in d itä AP
; : er Intensität der
beiten verschiedener Produktionszweige statt, Diese gleichen sich, wi
schon A. Smith gezeigt hat, zum Teil durch jeder Arbeitsart eigene Nebe
Amstände aus. Einwirkung auf die Arbeitszeit als Wertmaß findet aber aut
er nur statt, soweit intensive und extensive Größe sich als entgegengese!%
ste en ander ausschließende Ausdrücke desselben Arbeitsquantums dar
158 Namentlich durch den Stücklohn, ei ie i Ab
schnitt entwickelt wird. ückluhn, eine Form, die im sechste
159 Siehe „Reports of Insp. of Fact. for 31st October 1865.“