Full text : Mexico

D6 Die einzelnen Wirtschaftszweige etc.

den Tropen: 1800 m. Ausfuhr Tabakblätter 1924: 54'/, t =
150.000 Pesos.
In den feuchten Wäldern des warmen Landes bis zur Höhe
von etwa 800m wächst der Kautschukbaum (Castilloa
elastica) wild; derselbe wurde aber durch die Rücksichtslosigkeit
 der Kautschuksammler immer spärlicher, weshalb man in
feuchten Tropenregionen, namentlich im Staat Veracruz im
Isthmusgebiet, größere Kautschukbaumpflanzungen angelegt
hat. Die Ergebnisse dieser Pflanzungen waren gering. Später
hat man auch den auf kalkhaltigem Boden wildwachsenden
Guayulestrauch des nördlichen Hochlandes zwischen 1000
und 2000 m Höhe (in den Staaten Zacatecas, Nuevo Leön, Coahuila,
 Durango, Chihuähua und Sonora) zur Kautschukbereitung
herangezogen, aber unter der Konkurrenz des indischen Plantagenkautschuks
 ist die mexicanische Kautschukgewinnung
stark zurückgegangen.
Mit bestem Erfolg ist die wildwachsende Vanille an der
feuchten Golfabdachung in Kultur genommen worden; bei dem
niedrigen Preis des künstlichen Vanillins ist es aber eine Frage,
wie lange noch diese Kultur sich rentieren wird. (Ausfuhr 1924:
94 t — 1,970.000 Pesos, besonders aus dem Staat Veracruz,
Distrikt Papantla.) Minder wichtig sind die in gleicher Gegend
angebauten Arznei pflanzen.
Der Weinbau, in der Kolonialzeit künstlich zurückgehalten,
 hat in der neuesten Zeit, von der Regierung begünstigt,
 Fortschritte gemacht, so daß immerhin erhebliche Mengen
Wein erzeugt werden, vor allem im Distrikt Parras (Coahuila),
aber auch in Niederkalifornien, Sonora, Durango, Zacatecas u. a.
Aber es ist noch starke Einfuhr‘) notwendig.
Von Farbpflanzen wird Indigo, der in der Kolonialzeit
und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in großem Maßstab
 angebaut worden war, gegenwärtig nur noch in kleinerem
Maßstab in trocken-heißen Gebieten kultiviert, am meisten noch
in den Staaten Chiapas, Oaxäca und Michoacän.

*) Einfuhr 1924 von Faßweinen 1,046.000 Pesos, Flaschenweinen
227.600, Schaumweinen 105.000 Pesos.
            
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