Full text: Wirtschaftlichkeitslehre

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sächlich praktisch, mit Vorführungen (wie man’s machen soll und 
wie es falsch gemacht wird), mit Besichtigungen rationalisierter Be- 
trjebe u. a. m. Aber auch sonst müßte mehr als bisher im Unter- 
richte Denken und Handeln des Fachschülers im Rationalisierungs- 
sinne beeinflußt werden (und das Hauptinteresse nicht auf Sport, 
Ausflüge, Organisation, Schülerrat u. a. gelenkt werden): dieses Er- 
ziehungsprinzip kann sich geltend machen bei der Behandlung der 
Lehrbehelfe, des Arbeitsmaterials (Achtung vor dem Material!); man 
lege eine kleine Schülerbank an mit Einlagen und Abhebungen, 
man versuche es mit dem gemeinsamen Einkauf von Unterrichts- 
behelfen, mit der Selbstverwaltung der Bücherei (Kartei), mit Prämien 
‘gute Bücher u. a.) für besonders tüchtige »Rationalisten«. Dazu 
müßten nun auch die Lehrkrätte an diesen Schulen besonders 
vorgebildet werden, u. zw. in eigenen Lehrerkursen für Rationali- 
sierungsunterricht. 
8. Die Rationalisierung des Warenvertriebes. 
Das moderne Bureau. 
Verkaufen ist oft weit schwieriger als produzieren. Zwar wird 
man rationalisiert hergestellte Produkte leichter und mehr davon 
absetzen können als früher, aber der Schwierigkeiten gibt es trotzdem 
noch in Fülle, sodaß auch im Warenvertrieb, besonders im Handel, 
eine ganze Reihe spezifischer Mittel der Rationalisierung eingesetzt 
werden müssen, um deren Vorteile (größerer Umsatz bei billigstem 
Betrieb) zu erreichen. 
Von vornherein abzulehnen sind jene teils radikalen, teils 
naiven Vorschläge, welche darauf abzielen, den »Zwischenhandel« 
als etwas Irrationelles überhaupt auszuschalten, Erzeuger und 
Verbraucher in unmittelbaren Verkehr zu bringen (z. B.: »Stadt« 
und »Land«). Eine solche Reform wäre schon rein vertriebstechnisch 
nicht durchführbar, weil es heutzutage viel zu viele Produzenten und 
noch viel mehr Konsumenten gibt; sie wäre aber auch unwirtschaftlich, 
weil die Waren dann teurer zu stehen kämen als jetzt, da ein be- 
sonderer Vertriebsapparat — eben an Stelle des Handels — not- 
wendig wäre, der, weil nicht von Sselbstverantwortlichen Unter- 
nehmern, sondern von gewählten oder beamteten Funktionären be- 
sorgt, bedeutende zusätzliche, aber unproduktive Kosten verursachen 
würde. Dagegen ist vom Oobjektiv-volkswirtschaftlichen (und ratio-
	        
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