Full text: Mexico

Klima. 
23 
des Landes (im Nordwesten) unter 250 mm Regen und sind 
Jaher wüstenhaft. Weitere 17% des Landes erhalten zwischen 
250 und 500mm Niederschlag und sind daher für den Acker- 
bau noch auf künstliche Bewässerung angewiesen. Weitere 
42% des Landes erhalten 500-—1000 mm Regen, so daß Acker- 
bau ohne künstliche Bewässerung möglich ist; aber der Regen- 
fall schwankt in seiner Menge und seiner Eintrittszeit stark, 
weshalb man durchschnittlich in diesen Gebieten alle 4—5 Jahre 
mit einer Mißernte rechnen muß, die es erklärt, daß Mexico 
nicht selten erhebliche Mengen von Mais und anderen Lebens- 
mitteln einführen muß. Etwa 20% des Landes erhalten im Jahre 
i—2 m Regen, so daß der Ackerbau sichere Ergebnisse bietet, 
6% des Landes weisen einen Niederschlag von über 2m auf. 
Für Handel und Verkehr bedeutet das Auftreten der Regen- 
zeit einen gewissen Tiefstand; viele Fahr-, Reit- und Fußwege 
sind in dieser Zeit fast bodenlos und unpassierbar, viele Flüsse 
undurchwatbar geworden oder aus den Ufern getreten, selbst 
die Bahnen werden dann zuweilen durch Rutschungen und 
Unterwaschungen unterbrochen, so daß der Verkehr aufs Aller- 
notwendigste beschränkt wird. So bildet sich in sehr vielen 
Gegenden ein Hochstand des Handels und Verkehrs heraus 
kurz vor Beginn der Regenzeit, da dann die ländliche und die 
Bergwerksbevölkerung sich für die Regenzeit versorgen; erneute 
Zunahme des Handels und Verkehrs setzt dann erst wieder 
ein nach dem Einbringen der Ernten und Austrocknen der 
Wege. 
In den höchsten Regionen des tropischen Hochlandes von 
Mexico sowie — im transisthmischen Gebiet — auf dem Vulkan 
Tacanä fällt nicht selten Schnee; selbst in der Hauptstadt ist 
schon zuweilen Schnee gefallen und in den nördlichen Teilen 
der Republik kommt sogar im Tiefland manchmal Schneefall 
vor. Ewiger Schnee findet sich aber nur auf den höchsten Vul- 
kanen des Landes: Pie von Orizaba, Popocatepetl und Iztacci- 
huatl, Gletscher nur auf letzteren beiden. Die Höhe der Schnee- 
grenze ist je nach der Exposition gegen die Sonne verschieden; 
sie liegt nahe bei 4500 m. Hagel ist im kalten und selbst ge- 
mäßigten Land nicht selten.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.