Hydrographie.
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der Wasserführung und sind zudem größtenteils in tiefe enge
Schluchten eingeschnitten, dabei oft sehr reißend, so daß sie
dem Verkehr mehr Hindernisse als Nutzen schaffen. Die Flüsse
des Innern zeigen noch mehr Schwankung des Wasserstands
und zudem münden sie oft in abflußlose salzige Seen. oder versickern,
noch ehe sie diese erreichen; sie sind daher als Verkehrswege
nur in seltenen Fällen noch stellenweise brauchbar.
Der Rio Grande del Norte, der große Grenzfluß gegen die Vereinigten
Staaten, ist zwar an sich auf längeren Strecken
schiffbar, jedoch wird davon wenig Gebrauch gemacht. Dagegen
sind manche der zahlreichen Seen des Hochlands für den Verkehr
nützlich; aber auch sie zeigen große Schwankungen des
Wasserstandes und bedrohen daher gelegentlich ihre Umgebungen
mit Überschwemmungen, beeinflussen auch wohl den
Gesundheitszustand derselben ungünstig (so einst im Becken
von Mexico, das erst neuerdings künstlich entwässert wurde).
Manche Seen abflußloser Gebiete trocknen in der Trockenzeit
gänzlich aus, was wegen der dann sich entwickelnden Staubbildung
für die Umwohner zu schwerer Belästigung, ja gesundheitlicher
Schädigung werden kann (wie sich neuerdings nach
der künstlichen Trockenlegung des Tezcoco-Sees bei Mexico
gezeigt hat).
Da viele Flüsse und Bäche oberflächlich in der regenlosen
Jahreszeit austrocknen, so ist es praktisch von größter Wichtigkeit,
daß ihr Grundwasser auch während dieser Zeit ausdauert
und vielfach durch Brunnen dem täglichen Gebrauch zugänglich
gemacht wird. Die muldenförmige Lagerung der
Schichten in den einzelnen Schwemmlandbecken ermöglicht dem
Wasser, das aus tieferen Schichten erbohrt wird, artesisch aufzusteigen,
so vielfach in der Ebene von Mexico-Hauptstadt”).
Sehr große Bedeutung besitzen die Flüsse der trockenen Gebiete
Mexicos für Bewässerungszwecke und sie werden
in neuerer Zeit auch in immer stärkerem Maße dafür verwendet,
so daß manche von ihnen in der Trockenzeit all ihr Wasser
dafür abgeben müssen und der Rio Grande infolge von Aby
F. Jaeger, Mexico und Südafrika (Geogr, Ztschr, 1926, S. 23 f.).