Full text: Der Haushalt des Kaufmannsgehilfen

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(3. B. Buchführung, Steuerbearbeitung) haben. Die größere Sparkassen -⸗· 
entnahme ergibt sich aus der größeren Svarmöglichkeit der Familien in der * 
zeiten und dritten Gruppe. —VV 
Pronzentualweniger — aber doch noch erheblich — 
werden in den besserbemittelten Gruppen herangezogen, Meben-— 
verdienst der Frau, der Kinder, aus Vermiekungen, 
aus Naturalwirtschaft und die Einnahmenaus Dar. 
lebnsnahme. 
Der Nebenverdienst der Frau ist in der Einkommensstufe 
bis 3000 AN prozentual am größten. Wie die Tabelle la des Anhangs zeigt, 
verhält sich diese Einnahmequelle überhaupt recht unterschiedlich, denn die 
Betätigung der Ehefrauen hängt im Einzelfalle stark von der Erwerbs— 
möglichkeit und der Familiengröße ab. Immerhin ergibt sich aus diesen 
Untersuchungen, daß in der Einkommensstufe mit mehr als 4000 NM noch 
über ein Hundertteil der Einnahmen von der Frau erworben wird. 
Der Beitrag der Kinder verhält sich nicht einheitlich. Wie er— 
wähnt, wurden die Haushaltungsrechnungen mit erwachsenen mitverdienenden 
Kindern, soweit diese nicht ihr ganzes Einkommen in die Haushaltungskasse 
abführen, nicht ausgewertet. Es ist daher erklärlich, daß eine Zunahme des 
Beitrages der Kinder zum Einkommen, die man bei steigendem Einkommen 
erwarten müßte, da die Familien mit größerem Einkommen auch diejenigen 
sind, in denen die Kinder schon zum Teil erwachsen sind, bier nicht zu beob—⸗ 
achten ist. 
Die Einnahmenaus Vermietung sind in der mittleren Ein— 
kommensstufe am größten. Unsere Sondererhebung über die Größe der 
Wohnungen zeigt, daß in der ersten Einkommensstufe der Wohnraum so be⸗ 
schränkt ist, daß eine Vermietung hier in größerem Maße einfach gar nicht 
möglich ist. In der Einkommensstufe über 1000 M Einkommen dürfte hin⸗ 
gegen die Notwendigkeit, solche Einnahmen zu erschließen, wesentlich ge— 
ringer sein. 
Die Darlehnsnahme wie auch die Naturalprodukte sind, 
prozentual zum Einkommen gesehen, in der untersten Gruppe am größten 
da hier, wie auch die verstärkte Nebenarbeit der Frau zeigt, die stärkste Not⸗ 
wendigkeit zur Erschließung weiterer Einnahmequellen besteht. Aber absolut 
betrachtet, steigt die Darlehnsnahme bis in die höheren Einkommensstufen. 
Desgleichen zieht sich die Vorschußnahme, wie die Tabelle mit 10 Einkom— 
mensstufen ausweist, durch alle Haushaltungsrechnungen hindurch. 
In den zwei Gruppen bis 3000 M und über 3000 bis 4000 PM Ein- 
kommen, die an den Tarifsätzen des Jahres 1926 gemessen den Gehältern 
für qualifizierte Kaufmannsgehilfen entsprechen — der Rechenschaftsbericht 
des D. H. V. nennt als Endgehalt des Kaufmannsgehilfen in der Tätigkeits⸗ 
gruppe IV 318 M -, war also die Notwendigkeit zur Nebenarbeit und 
Darlehnsnahme besonders groß. Aber auch in der weiteren Einkommens— 
stufe überwiegen nicht etwa die Einnahmen aus Kapitalertrag, sondern 
spielen die Einnahmen aus Nebenverdienst eine erhebliche Roll
	        
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