Land noch nicht genug gewesen wären, kamen auch
noch die englischen und europäischen Kapitalisten und
verlangten ihr Geld zurück, und zwar schleunigst und
auf der Stelle. Sie wollten Gold haben, solange es
noch Gold in Amerika gab, und sie verkauften alle die
Papiere, die sie vor kurzem erst noch mit so großem
Eifer gekauft hatten, wieder nach den Vereinigten
Staaten zurück.
So wuchsen die amerikanischen Konten auf der
Sollseite der Bücher ausländischer Banken be-
ängstigend an. Der Kurs englischer Devisen an der
New Yorker Börse stieg und stieg. Die Wirkung dieser
Kurssteigerung auf das Schatzamt war ungefähr so
wie der eines Messerstiches in den Arm. Ausländische
Devisen sind sozusagen auf eine ausländische Bank
gezogene Wechsel, die im Inland verkauft werden. Sie
sind Stellvertreter von Goldmünzen, und diese sind
das einzige international gültige Geld. Da die Banken
als Clearing House für alle auswärtigen Verpflich-
tungen dienen, kann die Summe aller Transaktionen,
die ein Land mit einem anderen ausführt, als eine
einzige große Transaktion behandelt werden, so daß
sich im internationalen Verkehr stets ein Überschuß
oder ein Defizit für jedes Land ergibt. Wenn sich also
für ein bestimmtes Land, etwa für die Vereinigten
Staaten, ein Defizit ergibt, das heißt, wenn die Ver-
bindlichkeiten nicht gedeckt werden können, so steigen
die Kurse der ausländischen Devisen in diesem Land
immer höher, bis mit Gold selbst gezahlt werden muß.
Der einzige Ort, wo man in den Vereinigten Staaten
für die Deckung der Verbindlichkeiten Gold erhalten
konnte, war das Schatzamt.
Langsam, aber sicher verschwand das Gold der
Regierung. Teilweise wurde es außer Landes ge-
schickt, teilweise wurde es im Land selbst von den er-
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