Gold, das er selbst erst sich vom Schatzamt geben
ließ, sondern anderes Gold, und der sich verpflichtete,
dem unnatürlichen Ansturm auf das Schatzamt ein
Ende zu machen. Als Gegenleistung für diesen un-
gewöhnlichen und noch niemals geleisteten Dienst ge-
stand die Regierung einen ungewöhnlich hohen Zins-
satz zu. In diesem verhältnismäßig hohen Zinssatz
{and Morgan, der Manager dieses Geschäftes, nicht so
sehr Gewinn für sich als vielmehr einen Hebel, den
er ansetzen konnte, um die Lage zu kontrollieren.
Sehr bald nach der Unterzeichnung des Vertrages
hatte sich ein Konsortium gebildet, um die Verschrei-
bungen zu übernehmen, Seine Führer waren Morgan
und Belmont, und sie setzten auf die Liste der Kon-
sortialen Banken, Devisen- und Edelmetallhändler, da
sie dies für die stärkste Kombination hielten, Sie be-
absichtigten, eine starke Mauer um das Schatzamt zu
errichten und durch ihre Kontrolle der Devisenkurse
ieden weiteren Ansturm auf den Reservefonds zu ver-
hindern. Alle Konsortialen verpflichteten sich, nach
Maßgabe der von ihnen übernommenen Verschrei-
bungen Gold zu liefern, und verpflichteten sich noch-
mals ausdrücklich, dieses Gold nicht dem Schatzamt
zu entnehmen, Den Konsortialen wurden die Schuld-
verschreibungen zum Ausgabekurs der Regierung
üibereignet und dem Publikum zu einem Kurs von
etwas über 112 angeboten. Das Konsortium brachte
zu diesen Bedingungen eine Hälfte der gesamten Aus-
gabe in den Vereinigten Staaten unter, die andere
Hälfte wurde zu etwas geringerem Kurs in Europa ab-
gesetzt. Da der Kurs später auf 120 stieg, trugen alle
Zeichner einen Gewinn davon. So war der Erfolg der
Transaktion gesichert. Und da ferner nicht alle Ver-
schreibungen auf einmal ausgegeben wurden, sondern
nach und nach, je nachdem, wieviel Gold das Schatz-
24