seiner Beziehungen kämpfen mußte, um diese Herr-
schaft aufrechtzuerhalten. Denn wenn er nicht einen
Dampfhammer im Wert von einer Million Dollar auf
den Abfallhaufen werfen wollte, sobald er einen
besseren Hammer bekommen konnte, wenn er nicht
jedem sich zeigenden Konkurrenten an die Kehle
springen und jede Eisenbahngesellschaft, die Gewinne
aus seinen Unternehmungen zu ziehen versuchte, mit
äußerster Energie bekämpfen wollte, dann hätte er
sehr rasch einem neuen Carnegie mit einem anderen
Namen Platz machen müssen. Da er einer der ge-
rissensten und kühnsten Männer seiner Zeit war, lag
ihm an einem derartig unrühmlichen Abgang nicht das
geringste, und als daher zum Beispiel die Pennsylvania
Railroad ihm nicht größere Frachtermäßigungen für
den Transport seiner Stahlwaren von Pittsburgh zum
Meere gewähren wollte, drohte er, er werde sich selbst
eine Eisenbahn bauen. Die Vermessungen wurden
auch durchgeführt. Und gerade als Morgan und seine
Freunde sich nach unzähligen kostspieligen Sanie-
rungen, Bankrotten und Tarifkriegen sagen konnten,
daß die Zeit des Baues von Konkurrenzlinien ein für
allemal vorbei sei, kam Carnegie mit seinem Plan. Er
war unabhängig, brauchte Kapital für seine Pläne
nicht erst in Wall Street suchen und infolgedessen
konnte niemand ihn hindern, zu tun. was er Lust
hatte.
Um dieselbe Zeit scheint Carnegie den Plan ge-
faßt zu haben, einmal auf dem Gebiet des Stahls ge-
hörig aufzuräumen, denn er fing an, so viele merk-
würdige und beunruhigende Unternehmungen ins Werk
zu setzen, daß die gesamte Finanzwelt in Aufregung
geriet. Innerhalb weniger Tage kündigte er an, daß
seine Eisenbahn zur Küste bald begonnen werden
würde, daß er in Conneaut., Ohio, ein neues Stahlwerk
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