Aber die folgenschwerste Störung der pax ameri-
cana im nordatlantischen Schiffahrtswesen ging von
Großbritannien aus. Morgan war es bereits im ersten
Ansturm gelungen, einen beträchtlichen Teil der briti-
schen Schiffahrtslinien seinem Trust einzugliedern.
Doch ganz ohne Kampf war das nicht abgegangen,
Drei der modernsten und größten Schiffe der White
Star Line mußten nach einem Vertrag der Gesellschaft
mit der englischen Regierung dieser im Kriegsfalle so-
fort als Hilfskreuzer zur Verfügung gestellt werden,
und als daher Morgan daran ging, die White Star Line
dem Schiffahrtstrust anzugliedern, beschlagnahmte sie
kurzerhand diese drei Schiffe, anscheinend auf die per-
sönliche Anregung von König Eduard VII hin. Das
war natürlich ein dicker Strich durch die Rechnung
Morgans, denn so bekam er ja nur die White Star Line
ohne ihr wertvollstes Besitztum. Er reiste nach Eng-
land, und es gelang ihm auch tatsächlich, die Schiffe
[reizubekommen, allerdings mußte er sich verpflich-
ten, sie im Falle eines Kriegsausbruchs der britischen
Regierung sofort und bedingungslos zur Verfügung zu
stellen.
a)
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War dieses Hindernis so beseitigt, so erwuchs dem
Trust ein dauerndes in der Cunard Line, die er sich
nicht hatte angliedern können. Die englische Regie-
rung hatte nämlich sofort die schon früher an diese
Gesellschaft gezahlten Subventionen erhöht, mit dem
ausgesprochenen Zweck, ihr auch weiterhin die Selb-
ständigkeit zu ermöglichen. Zum gleichen Zweck er-
hielt die Cunard Line die größte, bisher in der Ge-
schichte der Seeschiffahrt gezahlte staatliche Beihilfe
in Gestalt eines mit 2% Prozent verzinslichen und in
kleinen Jahresraten rückzahlbaren Darlehens, das zum
Bau der beiden größten Schnelldampfer der Welt ver-
wendet werden sollte. Da aber die Cunard Line nach
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