10 Millionen Dollar Stammaktien und 10 Millionen
Dollar Schuldverschreibungen des Schiffbautrusts ent-
gegen. Da aber in dem Vertrag ein bemerkenswerter
Paragraph enthalten war, nach dem Schwabs Schuld-
verschreibungen mit Stimmrecht versehen waren, er-
gab sich als Resultat der Transaktion, daß nicht Nixon
die Bethlehem-Stahlwerke gekauft, sondern Schwab
die Kontrolle über den Schiffbautrust erworben hatte.
Denn die Aktien hatten einen Nennwert von 45 Mil-
lionen, und Schwabs 20 Millionen zusammen mit dem
Stimmrecht seiner Schuldverschreibungen gaben ihm
die absolute Mehrheit,
Nun ergab sich ein fürchterlicher Wirrwarr. Dem
Schiflbautrust ging es immer schlechter, und es wurde
bald klar, daß er auf Leben und Tod von den Beth-
lehemwerken abhängig war. Sie waren sein einziges
wertvolles Besitztum, und Schwab hatte keinerlei
Lust, irgend etwas für die Bethlehem zu riskieren. Sein
Vertrag war so abgefaßt, daß sie unter allen Um-
ständen sicher waren,
Die Auflage der Aktien war ein vollkommener
Fehlschlag, niemand wollte sie kaufen, der Trust
mußte Bankrott anmelden und wurde aufgelöst. In
dem Zusammenbruch ging auch die Trust Company of
the Republic unter, und dieser Vorfall sowie der von
Grund auf ungesunde Charakter des Unternehmens
warf ein unvorteilhaftes Licht auf jeden, der damit zu
tun gehabt hatte. Die Tatsache, daß Morgan & Co. die
Bethlehem für Schwab verkauft hatten, genügte, um
die Meinung hervorzubringen, Morgan selbst habe als
Eingeweihter Vorteil aus dem ganzen Verfahren ge-
zogen, Nun kam noch bei dem Verhör anläßlich des
Liquidationsverfahrens heraus, daß in bezug auf die
Papiere des Schiffbautrusts, die Morgan & Co. er-
halten hatten, eine „Sell-mine-first-Abmachung”, be-
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