liche Besprechungen sind wohl kaum vorher einmal
abgehalten worden. Es war eine seltsame Szene: man
stelle sich die wunderbare Einrichtung der Bibliothek
vor, die seltenen und teuer erworbenen Kunstschätze,
Erinnerungen an eine künstlerischer veranlagte Zivi-
lisation, und den allmächtigen Finanzmann, der das
letzte Wort in jeder Frage der Praxis sprach, der aber
wenig sagte und selbst den anderen kaum zuzuhören
schien. Da kam Gary mit Lewis Cass Ledyard und
einigen anderen und sprach über die Tennessee Coal
& Iron. Die Maklerfirma Moore & Schley hatte
für Anleihen von verschiedenen Banken 6 Millionen
Dollar Anteile der Tennessee Coal & Iron verpfändet.
Die Banken hatten die Anleihen gekündigt und ver-
langt, daß Moore & Schley die Tennesseeaktien zu-
rücknehmen sollten. Ledyard sagte, Moore & Schley
und viele Banken stünden vor dem Zusammenbruch,
wenn man die Aktien nicht kaufte. Und Morgan sagte
zu Garv:
„Ich weiß nicht, ob die United States Steel Cor-
poration das Paket gerade jetzt kaufen kann. Das
müssen Sie besser wissen. Wenn Sie oder jemand an-
ders es aber nicht kauft und so Hilfe schafft, so kann
man nicht vorhersehen, was die Wirkung auf die Fi-
nanzlage im ganzen Land sein wird. Wenn Sie kaufen
können, so zweifle ich nicht, daß die Schwierigkeiten
damit überwunden werden. Ich werde Ihnen nachher
Ledyard schicken, um zu sehen, was Sie tun können.”
Gary sagte, er wolle keinen Schritt in der An-
gelegenheit tun, ohne vorher in Washington sich nach
der Haltung des Präsidenten und des Justizministe-
riums erkundigt zu haben.
„Haben sie das Recht“, fragte Morgan, „zu ent-
scheiden, ob die United States Steel diese Gesellschaft
kaufen darf oder nicht?”
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