Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

und endlich klettert sie auf das Hochland der Libyschen 
Wüste hinauf. Morgan blieb während der ganzen Reise 
sich selbst überlassen, niemand versuchte, ihn auf das 
oder jenes aufmerksam zu machen. Hin und wieder 
schrieb er. ein Kabelgramm auf, das von einem der 
kleinen Stationshäuschen telegraphisch an die Haupt- 
linie weitergegeben wurde, Ein ausgezeichnetes Lunch 
wurde ihm vorgesetzt, aber er nahm nur ein Ei und 
ein Stück Brot zu sich, und sobald er damit fertig war, 
versank er wieder in Gedanken. Seine einzige Ab- 
lenkung waren dicke Zigarren, und er muß eine große 
Menge davon während der Reise geraucht haben.” 
Morgan hatte große Besitzungen in der Provinz 
Santa Clara auf Kuba, wo eine besonders dunkle und 
wohlriechende Tabaksorte wächst. Seine Zigarren 
wurden aus einer besonderen Blattsorte hergestellt, 
und diese dicken schwarzen Zigarren spielen eine Rolle 
in zahllosen Anekdoten. Die nachfolgende erzählte er 
gelegentlich selbst: 
„Ich ging einmal an Bord der Yacht und fand, daß 
ich nichts bei mir hatte, um meine Zigarre anzuzün- 
den. So bat ich einen an dem Pier stehenden Mann 
um ein Streichholz. Zum Dank bot ich ihm eine von 
meinen Zigarren an, von denen ich sehr viel halte. Er 
nahm sie gern an. ‚Danke schön‘, sagte er, ‚mein Tabak 
ist gerade zu Ende.‘ Und er zerbrach sie in kleine 
Stückchen und stopfte sie in seine Pfeife!” 
Auf Morgans Landgut bei Highland Falls hielt er 
immer eine Menge Tiere. Eine Zeitlang waren seine 
schottischen Schäferhunde auf jeder wichtigeren Aus- 
stellung vertreten und holten sich viele Preise. Er 
hatte 80 bis 100 dieser schönen und sehr lebhaften 
Ci 
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