Full text: Amerikas internationale Kapitalwanderungen

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(4000 Millionen Dollar) steigen. Von da ab bis zum Welt- 
krieg haben die Vereinigten Staaten Kapitalien gegen Ge- 
währung von Effekten nur zur Erweiterung ihres politischen 
und wirtschaftlichen Machtbereichs ausgeführt, 
2, Auswärtige Kapitalanlagen in Effektenform 1901—1914, 
Die erste größere amerikanische Anlage im Auslande 
war der 1885 vollendete Bau mexikanischer Bahnen, deren 
Anteile in der Union untergebracht wurden. Mexikanische 
Anleihen gelangten indessen erst 1899 nach der Konver- 
tierung in fünfprozentige zur Notierung an der New Yorker 
Börse. Es waren 1902 fünf verschiedene Gattungen. Die 
erste vierprozentige Anleihe trat zwei Jahre später dazu. 
Die Einführung der Goldwährung in Mexiko. führte 
naturgemäß eine Vermehrung der amerikanischen Kapital- 
ainfuhr ‘herbei, so daß 1908 acht verschiedene Anleihe- 
gattungen an der Stock Exchange in New York gehandelt 
wurden, und das in Mexiko investierte amerikanische Ka- 
pital von 185 Millionen Dollar im Jahre 1898 9), auf 700 Mill. 
Dollar 1906%, 800 Millionen 1907 °) und 1000 Millionen 
Dollar *) 1911 stieg. Davon soll die Hälfte in Eisenbahnen, 
die Hälfte in Bergwerken, vor allem Silberminen angelegt 
worden sein. Wieviel davon Effektenform hatte, ist auch 
nicht einmal schätzungsweise festzustellen, da der größte 
Teil der von den internationalen Bankiers in New York 
Kuhn, Loeb & Co., Ladenburg, Thalmann & Co., Speyer & Co., 
Hallgarten & Co. und den Berliner Großbanken, sowie 
S, Bleichröder übernommenen mexikanischen Anleihen und 
Eisenobligationen nach ihrer Auflegung in New York und 
ihrer Notierung an der Stock Exchange dort nach England, 
Deutschland und Frankreich ging, Länder, in denen ein fünf- 
prozentiges Staatspapier leichter Abnehmer fand als in der 
Union, die damals ihren eigenen Kapitalbedarf nicht decken 
konnte. Das Journal of Commerce schätzte 1913, daß in 
1) Davon steckten 90 Millionen Dollar in Eisenbahnen, 75 Millionen 
in Bergwerken, 10 Millionen in Banken und Handelshäusern. 
"N. T. Bacon; American International Indebtness. Yale Review 
Bd. IX (November 1900). S. 275/76. 
2) Schätzung des mexikanischen Botschafters in Washington. 
3) [John Barrett, Latin America as a Field for United Staates Capital 
and Enterprise, ‚Bankers‘ Magazine New York. Bd. 74 (Juni 1907). S. 920. 
4) W. D. Hornaday, American Capital in M.xiko. Moody’s Magazine, 
Juli 1907, S. 123. 
E. H. Talbot, American Interests in Mexiko. Moody’s Magazine 
April 1911. S. 235. 
Bankers Magazine New York schätzte die in Mexiko angelegten 
amerikanischen Kapitalien 1911 auf 1400 Millionen Dollar.
	        
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