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Zeitpunkt
Preiszahl von der Basis
1./7. 1914 1./1. 1916
100 80
125 100
150 120
Hieraus erhellt, daß die Preissteigerung von t, bis t, 25 % und
von t, bis ts 20 % betragen hat. Für die Preissteigerung von t, bis
ts ergibt sich hieraus
PP, Ps
PP, . PP 1,25 - 1,20 = 1,50
d. h. eine Preissteigerung von 50 %, welches Ergebnis auch ein-
treffen mußte.
Wenn man im allgemeinen die Preissteigerung von a bis b
durch die Zahlen Pay von b bis c durch Pe und von a bis c durch
Pac ausgedrückt und wie oben
Pac — Pay ° Pre
hat, dann kann man also unmittelbar aus Preisindexzahlen mit
gegebener Basis andere mit neuer Basis berechnen, ohne daß man
auf die einzelnen Warenpreise, aus denen die Preisindexzahlen
berechnet sind, zurückzugehen braucht. Es sind (vgl. weiter unten)
nicht alle Methoden, die ein solch unmittelbares Vertauschen der
Basis zulassen (das Interkalationskriterium befriedigen); jedoch ist
es klar, daß in praxi mit der Möglichkeit einer solchen Vertauschung
große Vorteile verbunden sind.
360. Es bleibt dann noch die Frage der Wahl der Gewichts-
verteilung. Hier kann im allgemeinen darauf verwiesen werden,
was im $ 341 hinsichtlich der Wahl der Standardverteilung über-
haupt hervorgehoben wurde. Wenn man z.B. die Kaufkraft des
Arbeitslohnes berechnen will, kann man die durchschnittliche Zu-
sammensetzung des Budgets einer Arbeiterfamilie untersuchen und
dabei Zu einer Bestimmung der Größe der verbrauchten Mengen
gelangen. Diese Zahlen, mit den augenblicklichen Preisen multipli-
ziert, ergeben die Gesamtausgabe, und beim selben Verbrauch, aber
bei veränderten Preisen findet man das Niveau zu einem anderen
Zeitpunkt. Oder man fragt nach der Kaufkraft des Geldes über-
haupt im betreffenden Lande und benutzt dann als Gewicht die Zahlen.
welche die vermutlich umgesetzten Warenmengen repräsentieren.
Es wurde bereits oben erwähnt, (vgl. das Beispiel im $& 346),
daß das mittels der Methode erzielte Resultat nicht von der ge-
troffenen Wahl der Standardverteilung unabhängig ist. Während
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