Full text: Mexico

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Anhang. 
Einwohnern 1921, 2'74 pro km?) umfaßt im Westen einen großen Teil der 
stark gebrochenen, von tiefen Schluchten durchzogenen Sierra Madre 
occidental, in der Bären, Wölfe, Coyotes und anderes Wild in den Wäldern 
hausen, und im Osten flaches Hochland, das großenteils abflußlos ist, 
weshalb auch die Flüsse des Gebiets teils den beiden Ozeanen, teils den 
abflußlosen Becken zufließen, unter letzteren der Rio Nazas, der wegen 
zeiner wichtigen Rolle als Bewässerer schon der „Nil Durangos“ genannt 
worden ist. Das Klima ist dank den Höhenunterschieden sehr mannigfaltig, 
vorwiegend kontinental. In Lerdo (23°/832’ n. Br., 1140m ü. M.) ist das 
Jahresmittel der Temperatur 224° C (Juni 29°0, Dezember 14:6), der Regen- 
fall 148°7 (Juli 375, Januar und Februar 0). Daß der Rio Nazas in der 
Regenzeit große Wassermassen mit sich führt, verdankt er dem offenbar 
starken Niederschlag im Gebirge, über den aber keine Aufzeichnungen 
bestehen. Die Wälder liefern viel Holz, die Strauchsteppen früher zirka 
5500 t Guayule. 
Der Bergbau lieferte 1924 785 kg Gold, 132.981 kg Silber, 15,093.351 kg 
Blei und 1,972,758 kg Kupfer, außerdem 45.063 t Eisenerz (Hämatit, vom 
Cerro del Mercado nahe der Hauptstadt Durango, ausgeschmolzen zum 
Teil in Monterrey). 
Der private Landbesitz gehörte 1910 2681 Personen; 968% der länd- 
lichen Familien waren besitzlos. Die Regierung verlieh 1915-—1928 18 (von 
den 42) Gemeinden Ejidos, Der Ackerbau erzeugt außer den meist- 
gewohnten Feldfrüchten, wie Mais und Bohnen, Baumwolle (1923: 6665 t, 
vorwiegend vom: Nazas-Gebiet) und 6800%t Weizen. Der Viehstand war 
1924: 29.100 Rinder, 12.194 Pferde, 7936 Maultiere, 20.465 Schweine, 57.325 
Schafe und 106.231 Ziegen. 
Die Industrie weist ein Schmelzwerk in Asarco äuf (1924: 767 kg 
Gold, 118.968 kg Silber 6,496.479 kg Blei und 3,498.418 kg Kupfer), ein 
anderes in Mapimi (1924: 1,869.000 kg Arsenik), ferner Textilfabriken 
(2 Wolle, 5 Baumwolle), Mühlen, eine Eisengießerei, 
Die Hauptstadt Durango (1890 m ü. M., 31.000 Einwohner) ist von 
mäßiger Bedeutung, Sie steht durch eine Vollbahn in Verbindung (Torreön) 
mit der Zentralbahn, die den Osten des Staates durchzieht; außerdem 
ginige Kleinbahnen. 
Der Staat Guanajuäto liegt im Süden des mexicanischen Hoch- 
landes und umfaßt eine Fläche von 30.585 km? und (1921) 860.364 Ein- 
wohner, 28‘13 auf den km”. Das Gelände ist gebirgig, das Klima kühl. 
In der Hauptstadt gleichen Namens (19.000 Einwohner), in 21° 1’ n. Br., 
2037 m ü. M. gelegen, ist die mittlere Jahrestemperatur 178° C (Mai 21'9, 
Januar 18°1), der Regenfall 521 mm (Juli 1830, Februar 01). Der größte 
Teil des Staates entwässert durch den Rio Lerma in den Stillen Ozean. 
Wälder spielen im Norden und Nordosten noch eine erhebliche Rolle. 
Der Bergbau lieferte 1924 1268 kg Gold, 103.949 kg Silber, 5418 kg 
Blei und 133.855 kg Kupfer.
	        
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