HOTELBROSCHÜREN FÜR AUTOTOUREN UND SCHLITTENFAHRTEN 249
werden könnte, oder daß er selbst Autobesitzer ist und im
eigenen Wagen eintreffen wird.
Wie soll eine solche Autobroschüre aussehen? Sie muß handlich
sein. Sie darf nicht zu umfangreich werden. Sie muß repräsen-
tabel aussehen, also schon rein äußerlich in einem guten Ge-
wand auftreten. Sie muß suggestiv wirken, muß locken und
rufen und zur Benutzung des Hotelautos unwiderstehlich an-
reizen. Das wäre ihr äußeres Gewand. Anregung dafür könnten
vielleicht die Umschlagseiten zweier Broschüren geben, die für
die Kraftpostfahrten der Deutschen Reichspost werben sollen.
Die erste, von der Oberpostdirektion Frankfurt a. M. heraus-
gegeben, führt „Mit der Kraftpost durch Taunus und Wester-
wald“. Die 64 Seiten starke Broschüre (Format 190 mm hoch,
122 mm breit) orientiert den Leser nicht nur über die Fülle der
einzelnen Touren, sie unterrichtet ihn auch durch Wort und
zahlreiche Bilder über alle Sehenswürdigkeiten, die von den
angegebenen Touren berührt werden. Man kann sich vOor-
stellen, daß Taunus und Westerwald eine stattliche Fülle von
Schönheiten aller Art bieten. Nach dem Inhaltsverzeichnis
finden wir eine Routenskizze, die eine genaue Übersicht über
das Kraftpostnetz der genannten Oberpostdirektion bietet.
Anderer Art ist die zweite Broschüre. Sie behandelt Touren-
fahrten durch beziehungsweise zwischen historisch berühmten
Städten Bayerns, und zwar Donauwörth, Nördlingen, Dinkels-
bühl, Rothenburg o. T., Ansbach, Nürnberg, Weißenburg
und Eichstätt. Die Broschüre hat ungefähr das Folder-
Format, gefaltet 232 mm hoch und 104 mm breit, entfaltet
206 mm breit. Auch dieses Heft enthält Fahrplan und Fahr-
preisverzeichnis sowie die übliche Routenskizze, außerdem das
„Programm“ dieser Fahrten. Darüber hinaus macht die Bro-
schüre durch Wort und sehr gute Bilder mit den Sehenswürdig-
keiten der berührten Städte bekannt. Für den Hotelbesitzer
ist interessant, daß am Schlusse jedes Einzeltextes die Hotels
und Gasthöfe der aufgeführten Städte genannt werden, mit
Ausnahme von München und Nürnberg, wo auf die Fremden-
verkehrsvereine verwiesen wird.
„Hefte dieser Art können für Hotelautobroschüren schon
einen gewissen Anhalt gewähren. Doch nur einen Anhalts-
punkt, im allgemeinen muß namentlich das Tourenverzeichnis
doch etwas anders, individueller gehalten werden. Auch hier
möge ein Beispiel aus der Praxis sprechen. Die Hotels Frank-