Object: Zur Wertzollfrage

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der Zollsätze nach Beschaffenheitsunterschieden in 
der Tat etwa 3—4 mal so hoch belastet als die teure. Statt 
zu fallen, steigt der Zoll mit der Wertverringerung des Zoll 
gutes! Über den schweren Mißstand, daß innerhalb der 
obersten Veschaffenheitsklasse der Zollsatz von 80 Pfg. in 
gleicher Weise auf der hochwertigsten wie auf der billig 
sten goldenen Taschenuhr lastet, kann indessen natürlich 
auch obige Tabelle nichts Näheres aussagen. 
Daß gegenüber diesen Übelständen, seien sie nun 
durch Zollabstusungen nach Beschaffenheitsunterschieden 
äußerlich um ein Geringfügiges gemildert oder nicht, im 
Sinne höherer sozialer Steuergerechtigkeit einzig und 
allein der prozentuale Wertzoll ein wirksames Korrektiv 
schaffen kann, liegt auf der Hand. 
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Das milde und versöhnende Licht, das der Wertzoll 
vermöge seiner eminenten sozialen Bedeutung vielleicht 
schon im Kamps um den nächsten Zolltarif sein wird, 
kann in der Hand des Demagogen zum Feuerbrande 
werden. Sinnlos wäre die Anwendung des Wertzolls, 
wo es sich nicht um Waren mit belangreichen Wert 
unterschieden für die Gewichtseinheit oder wo es sich 
um solche Waren handelt, bei denen die billigen 
Stapelartikel mit geringem Werte für die Gewichts 
einheit überwiegen und gegen die der betroffene In 
dustriezweig sich nur mit Hilfe des Eewichtszolles schützen
	        
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