Object: Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE 
38. STUDIENREISEN DER ÄRZTE 
Die medizinische Wissenschaft und das Kur- und Bäder- 
wesen stehen in engem Zusammenhange. Die medizinische 
Wissenschaft ist ernst; sie wird sich mit der Werbung im land- 
läufigen Sinne nicht beschäftigen. Und doch ist es möglich, die 
medizinische Forschung und damit auch die Ärzte in den 
Dienst dieser Werbung zu stellen, ohne daß sie sich das 
geringste vergibt. 
Ärztliche Studienreisen sind keine neue Erscheinung, Sie 
führen in Großstädte zur Besichtigung und zum Studium der 
dort bestehenden Einrichtungen und Institute, die der Gesund- 
heitspflege dienen, und sie führen selbstverständlich auch in 
die Kur- und Badeorte, 
Es liegt im Interesse jedes Badeortes, daß er öfteres Ziel 
wissenschaftlicher, also ärztlicher Studienreisen ist. Für diese 
Studienfahrten kommen keinesfalls nur die Mediziner des 
eigenen Landes in Betracht. Die Wissenschaft ist international; 
das Heilwesen ist es mehr als irgendeine andere Disziplin. 
Tatsächlich hat man in den Badeorten Deutschlands, der 
Tschechoslowakei, Österreichs, Ungarns, der Schweiz usw. 
schon wiederholt auf Studienreisen begriffene Mediziner der 
verschiedensten Länder begrüßen können. 
Die Öffentlichkeit, insbesondere auch ihre Vertretung, die 
Presse, widmet den ärztlichen Studienreisen rege Aufmerksam- 
keit. Die Berichte über solche Tagungen und ihre Ergebnisse 
sind oft recht umfangreich. Die besuchten Kurorte werden 
genannt und ihre Quellen sowie sonstigen Heilmittel werden in 
einer Weise erörtert, die sich wesentlich von der sonst üblichen 
Art der „Werbung“ unterscheidet. Und doch liegt in solchen 
Berichten eine unbewußte, gar nicht beabsichtigte Werbekraft 
von nicht gewöhnlichen Ausmaßen., Sie liegt in dem Ernst der 
ärztlichen Studienreisen und in dem Ernst der sachlichen
	        
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