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Vierter Abschnitt
Dies äußerliche Verhältnis. des fertigen Produkts zu seine
verschiedenartigen Elementen läßt hier, wie bei ähnlichem Mach
werk, die Kombination der Teilnehmer in derselben Werkstatt zU
fällig. Die Teilarbeiten können selbst wieder als voneinander una”
hängige Handwerke betrieben werden, wie im Kanton Waadt und
Neufchätel, während in Genf zum Beispiel große Uhrenmanufaktur&
bestehen, das heißt unmittelbare Kooperation der Teilarbeite
unter dem Kommando eines Kapitals stattfindet. Auch im letzter®
Fall werden Zifferblatt, Feder und Gehäuse selten in der Manufakt@l
selbst verfertigt. Der kombinierte manufakturmäßige Betrieb il
hier nur unter ausnahmsweisen Verhältnissen profitlich, weil d*
Konkurrenz unter den Arbeitern, die zu Hause arbeiten wolle?
am größten ist, die Zersplitterung der Produktion in eine Mass“
heterogener [ungleichartiger] Prozesse wenig Verwendung gemei?
schaftlicher Arbeitsmittel erlaubt und der Kapitalist bei der zer
streuten Fabrikation die Auslage für Arbeitsgebäude usw. erspart
Indes ist auch die Stellung dieser Detailarbeiter, die zu Hause, ab
für einen Kapitalisten (Fabrikant, etablisseur) arbeiten, ganz
gar verschieden von der des selbständigen Handwerkers, welch?
für seine eigenen Kunden arbeitet.®® soil
Die zweite Art der Manufaktur, ihre vollendete Form, produn®,
Machwerke, die zusammenhängende Entwicklungsphasen, €
Reihenfolge von Stufenprozessen durchlaufen, wie zum Beispiel ®
Draht in der Nähnadelmanufaktur die Hände von 72 und selbst 9
spezifischen Teilarbeitern durchläuft. v
Soweit solche Manufaktur ursprünglich zerstreute Handwer®
kombiniert, vermindert sie die räumliche Trennung zwischen de
32 Genf hat im Jahre 1854 80000 Uhren produziert, noch nicht en
Fünfteil der Uhrenproduktion des Kantons Neufchätel. Chaux-de-Fonds ei
man als eine einzige Uhrenmanufaktur betrachten kann, liefert Ma
jährlich doppelt soviel als Genf. Von 1850 bis 1861 lieferte ei
750000 Uhren. Siehe „Report from Geneva on the Watch Trade 3
„Reports by H. M.s Secretaries of Embassy and Legation on the Manufact se
Commerce etc. Nr. 6, 1863.“ Wenn die Zusammenhanglosigkeit der Posi
worin die Produktion nur zusammengesetzter Machwerke zerfällt, an jeb
für sich die Verwandlung solcher Manufakturen in den Maschinenbel,,
der großen Industrie sehr erschwert, kommen bei der Uhr noch zwei al ib!
Hindernisse hinzu, die Kleinheit und Zartheit ihrer Elemente, und deß
Luxuscharakter, daher ihre Verschiedenartigkeit, so daß zum Beispiel U prel
besten Londoner Häusern das ganze Jahr hindurch kaum ein Dutzend U &
gemacht werden, die sich ähnlich sehen. Die Uhrenfabrik von VacheT0®
Constantin, die mit Erfolg Maschinerie anwendet, liefert auch höch®
drei bis vier nach Größe und Form verschiedene Arten. ne
% In der Uhrmacherei, diesem klassischen Beispiel der heter0ßr m
Manufaktur, kann man sehr genau die oben erwähnte, aus der Zers® ig
der handwerksmäßigen Tätigkeit entspringende Differenzierung [das runß
aus der Arbeitsteilung hervorgehende Unterscheidung] und Spezialisi®
der Arbeitsinstrumente studieren.