Das Problem
der Wirtschaftsdemokratie
Die Deutsche Bergwerks-Zeitung hat nunmehr
ihre. Sonderbeilage „Das Problem der Wirtschafts-
demokratie‘“‘, die sie anläßlich der Jahresversammlung
des Reichsverbandes der Deutschen Industrie erscheinen
ließ, als Broschüre herausgegeben. Diese umfaßt 190 8.
Hier sind .also die dreißig Aufsätze der Beilage auf
knappstem Raum und in der übersichtlichen und hand-
lichen Form eines Buches vereinigt.
Die Broschüre nimmt die einzelnen Programmpunkte
der Wirtschaftsdemokratie unter die kritische Lupe. Sie
geht von den Grundfragen der Ethik aus, klärt die
Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaft, beleuchtet
die Erfahrungen, die mit den gemeinwirtschaftlichen
Körperschaften gemacht ‚worden sind, untersucht die
Frage, wie weit die Sozialpolitik unabhängig von Staat
und Wirtschaft betrieben werden kann, prüft die Trag-
fähigkeit des wirtschaftlichen Fundamentes, auf dem
die Wirtschaftsdemokratie stehen soll, kurzum, weist
in einer umfassenden und methodischen Weise die Un-
durchführbarkeit des wirtschaftsdemokratischen Pro-
zramms im einzelnen nach. Die Gewerkschaften haben
die Broschüre als das Lexikon des Arbeitgeber-
ygedankens bezeichnet. Dieser Ausdruck trifft daneben.
Besser würde die Bezeichnung sein: Lexikon des
Wirtschaftsgedankens. Denn in der Broschüre
werden auch die Arbeitgeberinteressen dem höheren
Gesichtspunkt der besten Produktivität der Wirtschaft
untergeordnet. Von dieser Broschüre wurden 6000 Stück
in zwölf Tagen bestellt, ein Beweis dafür, wie stark das
Interesse der Öffentlichkeit nach einer gründlichen
Unterrichtung über das Programm der Wirtschafts-
demokratie ist. .
Die Broschüre wird eingeleitet durch einen Rückblick
Dr. Herles, des Geschäftsführers des Reichsverbandes
der Deutschen Industrie, auf die Düsseldorfer Industrie-
tagung unter besonderer Berücksichtigung der auf dieser
Tagung vorgetragenen Bedenken gegen das Programm
der. Wirtschaftsdemokratie. Die Preise der Broschüre
sind. im Einzelverkauf 80 Pf., bei 10-bis 24 Stück 70 Pf£.,
bei 25 bis 49 Stück 60 Pf., über 50 Stück 50 Pf. Außer-
dem wird das Porto berechnet.