Full text : Die deutsche Kaliindustrie

Sachverständiger Beil: Die Zahl der im Wintershallkonzern beechäftigten
 Arbeiter und Angestellten ist zurückgegangen:

Jahr

(913
„925
L926
1927
1928

Arbeiter

Angestellte

i1718 1025
8563 1 084
6924 889
6.786 | 638
6827 670

Auf Grund der Bestimmungen der Tarifverträge sind bei uns
Arbeiter ins Angestelltenverhältnis nicht übernommen worden, Nur
die Fördermaschinisten, die aber einen sehr geringen Prozentsatz ausmachen,
 sind umstritten gewesen, tatsächlich werden eie nach wie vor
im Schichtlohn geführt. Unter den Beamten befindet sich jedoch eine
sehr große Anzahl früherer Arbeiter, die zunächst sowohl im Grubenbetrieb
 wie im Fabrikbetrieb Arbeiter, und später Vorarbeiter waren
und dann Angestellte geworden sind. Mindestens etwa 30 % der Angestellten
 sind ehemalige Arbeiter, meist schon ältere Leute, die in das
Beamtenverhältnis überführt werden.
Schwierigkeiten bei der Arbeiterbeschaffung haben wir nur zeitweilig,
 und zwar im Gebiet der Werra. Wir haben sie jedoch verhältnismäßig
 leicht überwunden, indem wir aus Bergbaubezirken, in denen die
Industrie zum Erliegen gekommen ist, Arbeiter verpflanzt haben. Die
Belegschaften stammen aus dem Siegerland, aus dem rheinisch-westfälischen
 Industriegebiet und früher auch aus Oberschlesien. Sie wohnen
zum Teil dort und können alle 14 Tage oder 4 Wochen, je nach der Entfernung
 vom Wohnort, nach Hause fahren. De facto haben unsere
Werke unter Arbeitermangel bisher nicht gelitten.
Sachverständiger Köhler: Die Zahl der Angestellten und: Arbeiter
 ist bei uns wie bei den anderen Konzernen zurückgegangen:

1
Jahre

Salzdetfurth))
Arbeiter | Angestellte

Acchersleben

Arbeiter

Angestellte

Westerepyeln

Arbeiter | Angestellte

1918 | 767 | 78 3 626 279 2180 169
1925 602 75 2502 800 1842 166
1926 707 | 70 2 642 298 | 2025 177
1927 592 70 92 500 9269 92 993 162

Dabei hat sich die Zahl der Angestellten im Verhältnis zu der der
Arbeiter nicht eo stark vermindert. Von Bedeutung ist, daß einzelne
Betriebe als Kaliwerke inzwischen stillgelegt und als Steinsalzwerke
in größerem Umfange in Betrieb genommen sind, eo daß dort die Zahl
der Arbeiter und Angestellten zugenommen hat. Im allgemeinen ist
jedoch eine Abnahme zu verzeichnen.

1) Mit dem Steinsalzwerk Braunschweig-Lüneburg.

4)
            
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