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als „Wert“, also in der dargelegten Beziehung, hingegen mit den Worten
„identisches Wertallgemeines“ ein identisches Allgemeines, das auch als
„Wert“ gefunden, überdies aber für sich gewußt sein kann, bezeichnen.
Deshalb kann in genauer Rede nur gesagt werden, daß einem‘. besonderen
Einzelwesen ein „identisches Wertallgemeines“, ein „als Wert
in Betracht kommendes identisches Allgemeines“ zugehört, nicht aber,
daß ihm ein „Wert“ zugehört, da „Wert“ „identisches Allgemeines in
besonderer Beziehung“ ist, Beziehung aber einem Einzelwesen niemals
zugehören kann. Hinsichtlich des Gegebenen „Wert“ werden, teils zutreffend,
teils unzutreffend, zahlreiche als Gegensatzpaare auftretende
Besonderheiten behauptet. Wir beschäftigen uns aber in diesem Zusammenhange
in Kürze nur mit dem Gegensatze „unabhängiger Werte“
und „abhängiger Werte“, Jede „Lust“ nämlich ist „Lust an Etwas“
und dieses Etwas haben wir das „Lust-Gegenständliche“ genannt. „Lust-Gegenständliches“
kann „Vorgestelltes“ oder „Wahrgenommenes“, „eigenes
Seelisches“ oder anderes Gegebenes sein. Ist „eigenes Seelisches“ Lust-Gegenständliches,
so besteht die Lust an eigenem Seelischen, nicht etwa
an dem in jenem Seelischen Gegenständlichen und in solchem Falle
ist es stets Selbstbewußtsein, mit welchem die Lust verbunden ist. Hat
z. B. jemand Lust daran, „daß A in Berlin ist“, so ist seine Lust verbunden
mit einem Gedanken, dessen Gedachtes das Lust-Gegenständliche
darstellt. Hat aber jemand Lust daran, „daß er wisse, daß A
in Berlin ist“, so ist seine Lust verbunden mit einem Gedanken, dessen
Gedachtes „eigenes gegenwärtiges Seelisches“, nämlich jenes Wissen ist,
und es stellt jenes Wissen das „Lust-Gegenständliche“ dar, Als „besondere
identische Lust“ bezeichnen wir das identische Allgemeine
besonderer Lüste hinsichtlich ihres Gegenständlichen, z. B. als „Farben-Lust“
das identische Allgemeine aller Lüste, deren Gegenständliches
besondere Farbe ist.
„Wert“ ist nicht etwa mit „Lust-Gegenständlichem“ zu verwechseln,
denn es gibt zahllose „Werte“, die in besonderen Zeitpunkten nicht Lust-Gegenständliche
besonderer Seelen sind, ja die niemals Lust-Gegenständliches
besonderer Seelen waren oder sein werden: „Werte“
werden als „identische Allgemeine in besonderen Wirkenszusammengehörigkeitsbeziehungen“
im Gegebenen „gefunden“, „entdeckt“, es gibt
aber zweifellos zahlreiche Werte, die noch nicht entdeckt sind und vielleicht
auch niemals zur Entdeckung gelangen werden. Die Behauptung,
daß „Wert“ Lust-Gegenständliches ist, kann „subjektivistische
Wertlehre“ genannt werden, weil gemäß dieser Behauptung nur das
„Wert“ ist, woran Lust besonderen „Subjektes‘“ besteht. Jede besondere
Lust, d. h. jede Lust an besonderem Gegenständlichen wird nun einer
Seele stets zugleich mit dem Gegenständlichen der Lust zugehörig,
derart, daß eine besondere Gehirnbestimmtheit die wirkende Bedingung