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tilling physiokratisclier Grundsätze in Betracht, so liegt sogar
ein unmittelbarer Zusammenhang deutlich genug vor. Dennoch
hat man sich zu hüten, die Oekonomisten als solche und um
ihrer eigenthümlichen Theorien willen unbedingt zu Yorläufern
jener grossen Umwälzung zu machen. Sie dachten und han
delten vielmehr unter dem Einfluss von Antrieben, die mäch
tiger waren, als der philanthropische Geist eines Quesnay. Das
Nettoproduct mit der einzigen Grundsteuer und all seinem son
stigen Zubehör sowie die Sterilität der gewerbetreibenden Classe
waren keine Begriffe, die auch nur ein Stückchen revolutionärer
Anregung repräsentirten. Die negativen und auflösenden Ideen
aber, unter denen das laisser aller und die Durchbrechung der
bisherigen Concurrenzschranken die Angelpunkte bildeten, waren
nicht ausschliesslich und speciflsch physiokratisch, sondern er
gaben sich auch ohnedies aus der unerträglich gewordenen Ver
wicklung der Verhältnisse. Das Bestreben, den Ackerbau von
seinen Fesseln zu befreien und den Verkehr durch Wegräumung
der Hindernisse zu befördern, war seit Boisguillebert und Vauban
hei allen denen traditionell, welche die Schäden der Zustände
empfanden und ihre Kritik gegen die Missstände richteten. Das
Wort laissez nous faire war ja schon einem Colbert gegenüber
gebraucht worden, und grade diejenigen Classen, welche, wie
die durch Colberts eigne Maassregeln emporgekommenen bür
gerlichen Berufszweige, über die grösste ökonomische Macht
verfügten, hatten ein natürliches Interesse, die wirthschaftlichen
Freiheitsideen in jeder Richtung zu begünstigen, wo ihnen die
selben eine Erweiterung ihres Einflusses versprachen. Es ver
einigten sich also verschiedene Umstände, uni die Thatsachen
in ähnliche Richtungen zu treiben, in denen sich die Ideen und
nebenbei auch ein Theil des physiokratischen Naturcodex be
wegte.
Der einzige einigermaassen politische Charakter, der seiner
ökonomischen Ansichten wegen zu den Physiokraten zählen
muss, war jener Minister, der einem Ludwig XVI sein Schicksal
vorhersagte. Es war ein Mann von seltenem Geist und noch
viel seltener anzutreffender Gesinnung. Seine Fähigkeiten be
kundeten sich literarisch nicht blos in dem Umspannen vieler
Gebiete und Anschauungen, sondern auch in einem hohen Grad
philosophischer Durcharbeitung und in geistvollen Combina-
tionen der verschiedenartigsten Stoffe. Seine Abhandlungen
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