fullscreen: Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

gehen, wenn alle Rohstoffe eingetroffen sind, ebenso, wenn 
die Arbeitsvorrichtungen, Sonderwerkzeuge usw. beisammen 
sind. Zur restlosen Verfolgung dieser Einzelheiten bedarf 
es der größten Aufmerksamkeit innerhalb der Arbeitsver- 
teilung; denn die Besetzungspläne der Arbeitsvorbereitung 
sind oft infolge der täglich wechselnden Betriebsverhältnisse 
bis zur Unkenntlichkeit verändert, wenn der Auftrag in die 
Werkstatt gehen soll. 
Die Arbeitsvorgabe. Der Arbeitsverteilung folgt 
die Vorgabe an den Betrieb. Meist gehen die Unterlagen 
direkt an die einzelnen Werkstätten, also an die Meistereien. 
Zwischenstellen empfehlen sich nur in Riesenbetrieben; auch 
in Großbetrieben mit mehreren selbständigen Betriebs- 
ingenieuren werden es diese als angenehm empfinden, wenn 
die Arbeitsvorgabe zentral geregelt ist, so daß sie selbst 
zur Überwachung der laufenden Fabrikation frei bleiben. 
Die Vorgabe der Unterlagen an den Betrieb erfolgt stets 
gegen Quittung. So unschön und schwerfällig diese auch 
im allgemeinen organisatorisch wirken und so sehr sie daher 
zu vermeiden sind: hier bei der Arbeitsvorgabe entsteht 
ein so wichtiger Knotenpunkt, daß eine schriftliche Quittung 
über die Ausgabe der Arbeitsunterlagen benötigt wird. 
Die Zeichnungen gehen oft schon vorher nach der 
Zeichnungsausgabe, während die Stücklisten, Fertigungs- 
pläne, Akkordzettel dem Meister oder‘ seinem Schreiber 
direkt ausgehändigt werden; die Materialzettel wandern 
zweckmäßig vom Arbeitsbüro unmittelbar zum beliefernden 
Lager. Man überhäufe die Meister nicht mit Arbeits- 
unterlagen, sondern gebe durch entsprechende Arbeitsver- 
teilung, wie oben erwähnt, nur die unmittelbar zu fertigenden 
Aufträge der Werkstatt vor. 
Durch den Meister wird hierauf dem einzelnen Arbeiter 
der Akkordzettel ausgehändigt, den er zu unterzeichnen hat, 
womit er den Arbeitsvertrag anerkennt, welchen jeder 
Akkord darstellt. Ein Durchschlag des Akkordzettels bleibt 
im Arbeitsbüro oder besser beim Meister. In der Meister- 
stube bewähren sich kleine Wiederholungen der Arbeits- 
verteilungstafeln. Die einzelnen Fächer dieser Tafeln blei- 
ben. den. Arbeitergruppen oder den einzelnen Arbeitern vor- 
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