Object: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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der Bergarbeiterverbänöe auf unrichtigen Zahlen beruht. Regelmäßig 
stellen wir den mit der Verteilung beauftragten Stellen (Bergvereinen 
und Kgl. Bergbehörden) monatlich für den Kopf der regelmäßig aufzu 
gebenden Belegschaft zusätzlich 100 Gramm K.-A.-Seife, und zum 
Zwecke der Wäschereinigung 600 Gramm K.-A.-Seifenpulver zur Ver 
fügung. Jeder Bergarbeiter erhält somit mit der normalen Seifen 
ration von 50 Gramm K.-A.-Seife und 260 Gramm K.-A.-Seifenpulver 
monatlich 150 Gramm K.-A.-Seife und 760 Gramm K.-A.-Seifen- 
pulver, eine Menge, die im Hinblick auf die gebotene Einschränkung im 
Verbrauch fetthaltiger Waschmittel, sowohl für die Körper- als auch 
für die 'Wäschereinigung, als hinreichend angesehen werden muß, und 
über deren Höhe Beanstandungen bisher nicht erfolgt sind. 
Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß wir uns auf diesbezügliche 
Anfragen auch, bereit erklärt haben, den Bergvereinen unter Verzicht 
auf Seifenpulverlieferungen die monatlich zusätzliche Menge an K.-A.- 
Seife, entsprechend dem Fettgehalt des Seifenpulvers, auf 225 Gramm 
für den Kopf und Monat zu erhöhen, wovon z. B. der Verein für die 
bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund, Essen, und 
der Ob er schlesische Berg- und Hüttenmännische Verein in Kattowitz ver 
schiedentlich ' Gebrauch gemacht haben. Für das ausfallende Seifen 
pulver haben wir den Bergarbeitern zum Zwecke der Wäschereinigung 
als vollwertigen Ersatz in diesem Falle Bleichsoda zur Verfügung ge 
stellt. 
Da bisher irgendwelche Klagen über die bergbaulichen Verteilungs 
stellen hierorts nicht bekannt geworden sind, wir vielmehr aus dem 
Schriftverkehr mit diesen Stellen das größte Interesse für die zusätz 
liche Belieferung der Bergarbeiter ersehen haben, können wir von uns 
aus eine Berechtigung der Klagen der Bergarbeiterverbände nicht er 
kennen. 
Dem Wunsche der Bergarbeiter nach einer besseren Seife kann 
infolge Knappheit an Rohstoffen nicht entsprochen werden. 
Falls Sie eine weitere Verfolgung der Angelegenheit für angezeigt 
halten, wollen S'e zu dem vorstehenden Schreiben der Scifengesell- 
schaft Stellung nehmen, vor allem wäre der Widerspruch zwischen diesem 
Schreiben und dem Ihrigen vom 15. August aufzuklären. 
3 Abschriften vorliegenden Schreibens find zur Mitteilung an die 
3 anderen Bergarbeiterverbände beigefügt. 
I. A.: H e n." 
Eingabe des Vorstandes des Verbandes der Bergarbeiter 
Deutschlands, die Rcichsbersichcrungsordnung betreffend. 
B o ch u m, den 26. September 1917. 
An Seine Exzellenz den Herrn Reichskanzler Dr Michaelis, 
sowie den Hohen Reichstag und den Hohen Bundesrat, Berlin. 
Im Aufträge der im Verband der Bergarbeiter Deutsch 
lands organisierten Arbeiterschaft ersucht der Unterzeichnete Seine 
Exzellenz den Herrn Reichskanzler, den Hohen Reichstag und den 
Hohen Bundesrat, Stellung zur Abänderung folgender Para 
graphen der Reichsversicherungsordnung zu nehmen und bittet, 
folgenden Anträgen die Zustimmung zu erteilen:
	        
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