1. Titel: Kauf. Taufch. 88 459, 460. 627
Weber die Beweislaft inı alle des S 460 (Kenntnis und Kennenmiüüfjen
des Käufers) |. Bem. 5 zu S 460; für den Vorbehalt bei der Annahme
|. Bem. 5 zu S 464.
Wenn der Verkäufer die Ydentität der idmzurüdgefandten Ware mit
der gelieferten heftreitet, trifft den Käufer die Beweislaft; nimmt der Vers
fäufer die Ware, ohne {te zu unterfuchen, zurück und lagert fie ein, {fo wird
zr bemweisSpflichtig (©üringer-Sachenburg a. a. D.).
DHinfichtlihH der {OH uldhHaften Lieferung bei einer nur der Gattung nach
deftimmten Sache vgl. Sur. Wicdhr. 1907 S. 541, D. Iur.8. 1907 S. 1025,
aber auch DVerimann, NRecdht_1908 S. 345.
Bei behaupteter Arglift des Verkäufer8 trifft die Beweislalt hierüber den
Käufer, vgl. Sur. Wicdhr. 1908 S. 329 Nr. 12.
Üeber den Fall, daß der Käufer durh Verarbeiten der Ware den Beweis
bertragsmößiger Befchaffenheit unmöglich machte, |. Recht 1908 Wr. 3772.
IX. Neber die Bemängelung der Kauffache al3 foldhe üe insbejondere S 377
908) ent{dheidet daZ Kecht des Erfülungsorts, |. Seuff. Urch. Bd. 55 Nr. 61, Ripr.
- DLSG. (Gamburg) Bd. 9 S. 272 und Bd. 12 S. 58, 59.
«X. Neber Recht8ftellung des Kaufpreisbürgen bei mit Gewährsmängeln
Jehafteter Rauflache vgl. Niffen in Sur. Wichr. 1902 S. 460 ff.
RG XI. Wegen AMbtretharkeit und Abtretung des Gemwöährleiltungsanfprudhs val.
SE. Bd. 59 S. 238 und ROGOE. in Bayr. 3. f. N. Bd. 1 S. 262.
XIL Sn prozeffunler Ginficht vol. wegen Sicherung des Bewwerfes über das
Vorbandenfein von Mängeln & 488 BRO.
| Yeber NusfOluk der Haftung bei der Veräußerung gepfändeter Sachen
- $ 806 3RO., {owie auch S 461 BOB.
+
8 460. *)
Der Berfäufer hat einen Mangel der verkauften Sache nicht zu vertreten,
Wenn der Käufer den Mangel bei dem Abjchluffe des Kaufes kennt. Sit dem
Künfer ein Mangel der im S 459 Abi. 1 bezeichneten Art in Folge grober Fahr:
(üffigleit unbekannt geblieben, jo haftet der Verkäufer, jofern er nicht die AWb-
wejenheit des Fehlers zugefichert Hat, nur, wenn er den Fehler araliftig ver-
IOiwiegen hat.
& I, 382; II, 398; IIL 484.
Kenntnis des Käufers bon dem Mangel.
1. ANgemeines:
a) Der Käufer kant wegen eines Mangels der verkauften Sache einen Ge:
mährleiftungsan{prud TelOitveritäublich nicht erheben, wenn er das
Beftehen gerade dDiefes Mangels fhon bei dem AbfhHluffe des Aauf-
vertragesS jelbit gekannt Dat.
Vielfach wird davon gefprochen, der Mangel mühe eben ein „vberborgener“
fein. (So au M. 11, 224; vgl. dazu BP. I, 672), Allein der Bearitf „Der=
dorgen“ det {ich nicht mit dem im $ 460 verwendeten anderen Begriffe: „vom
Röufer gelannt“. Ein Mangel der Sache kann verborgen d. h. nicht für
jedermann offenfichtlich und doch vom Käufer gekannt fein. Jimaefehrt fann
au) ein Mangel im Ne Te offenfichtlih und doch vom Käufer nicht
zgefannt fein. ‚Sn einem Falle leßterer Art greift die Borichrift des zweiten
Saßes des 8 460 ein (f. unten Bem, 3).
Die Kenntnis eines VertreterZ des Käufers, der die Maufsverhand-
ungen bi3 zum Aoidhlufje für den Käufer führte, fteht einer Kenntnis des
Räufer8 felbft aleich, val. hierüber Nıpr. d. DLG. (Dresden) Bd. 4 S. 32
und S 166 mit Bem.; vol. übrigens auch RGES. Bd. 71 S. 217 wegen der
Auskünfte des Bermittler3. |
Bei notarieller Beurkundung des Kauf8 ift diefer erft „abge=
DE mit folder Beurkundung, vol. RGE. in Iur. Wichr. 1902
Beil. S. 262.
*) Qiteratur: Süßheim in Bl ff NA. Bd. 66 S. 205 ff.