Th. Paine.
115
Dies mag zum Schluss eine Stelle aus dem Receipt to make
a Millennium beweisen:
Art. 3. „Alle menschlichen Wesen sind von Natur und
vor dem Gesetz gleich und haben ein fortgesetztes unveräusser-
liches Recht auf die Erde und deren natürliche Früchte. .
Art. 4. „Das Gesetz ist der freie und feierliche Ausdruck
des allgemeinen Willens. Es soll gleich sein für Alle, mag
es schützen oder strafen. Es kann nur befehlen was für die
Gesellschaft gerecht und nützlich ist. Es kann nur verbieten
was schädlich ist.
Art. 5. „Sociale Gesetze können daher nie natürliche
Rechte aufheben. Und jeder Mann, Weib oder Kind haben
nach dem Tag ihrer Geburt bis zu dem ihres Todes ihr ur-
sprüngliches Recht auf den Boden ihrer Gemeinde.‘
S 4. Thomas Paine.
Thomas Paine gehört zu den in England relativ so häu-
figen Autodidakten, die sich aus niedrigem Stande durch eigene
Kraft zu einflussreichen Schriftstellern emporarbeiten. 1787
geboren, erlernte er das Handwerk des Vaters, der Schnür-
brustmacher war, und übte das Handwerk unter Abrechnung
ainer kurzen Zeit des Seelebens als Arbeiter und Meister;
dann war er Aceciseinnehmer, Tabakhändler und Copist. 1774
kam er nach Amerika und wurde daselbst bald Schriftsteller.
Nach Begründung der amerikanischen Freiheit ging er nach
England und Frankreich, lebte daselbst die französische Re-
zolution mit durch und machte für ihre Grundsätze in Eng-
land Propaganda.
Er war der wirksamste literarische Vorkämpfer für Seces-
zion und Einführung der Republik in Amerika gewesen; nun
wurde er der bekannteste Vertreter der französischen Revo-
lutionsideen in England: gegen ihn ergriff Burke die Feder.
1802 kehrte er nach Amerika zurück, nicht ohne in Frank.
reich mannigfache Enttäuschung erlebt zu haben und starb
1809, nachdem er sich noch bis: zuletzt an den öffentlichen
Angelegenheiten Amerikas betheiligt hatte.