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Erstes Buch, Cap. 4.
caler wurde, zwar in einem Moment mehr diesen, in einem
andern jenen Punct betont, jedoch nicht eigentlich seine
Meinung gewechselt — dass man die 14 Propositionen dieser
Wahlrede für ein getreues Abbild seiner gesammten politi-
schen Anschauung halten kann. Von Altersschwäche zeugen
diese Reden auch nicht, die Kunst der Beredtsamkeit ist so
gross wie in seinen jüngeren Tagen; selbst die Eitelkeit, mit
der er sagte: „Meine Laufbahn war lang und immer glänzend
— und glänzend soll sie sein bis zuletzt“, war längst nichts
Ungewohntes bei ihm.
Die 14 Propositionen nun, welche Cobbett in seiner Wahl-
rede vertheidigt, lauten:
I. Abschaffung aller Pensionen, Sinecuren ete. ete. und
Herabsetzung aller Gehalte auf den amerikanischen
Maassstab.
II. Abschaffung der stehenden Armee bis auf, so viel
Leute, wie nöthig sind, die Arsenale in den Seehäfen
kriegsbereit zu erhalten.
[II. Jede Grafschaft soll im Verhältniss zu der von ihr
gestellten Zahl von Parlamentsmitgliedern auf ihre
Kosten Miliz unterhalten, die ähnlich wie in Ame-
rika von Zeit zu Zeit gemustert werden und ein
stets bereites Vertheidigungsheer von 100000 Mann
bilden soll.
IV. Abschaffung aller Zehnten, Unterhaltung der Geist-
lichkeit durch freiwillige Beiträge, abgesehen von
den ihr überlassenen Kirchen, Pfarrhäusern ete.
V. Einziehung alles übrigen Kirchenguts, sowie des
schlecht benutzten Vermögens von Corporationen; auch
der Kronländereien zum Zweck der Staatsschulden-
tilgung.
VI. Einstellung der Zahlung von Staatsschuldzinsen inner-
halb zwei Jahren.
VIL Vertheilung des Verkauferlöses für die Güter (unter
V) unter die Staatsgläubiger, die aber Nichts aus
dem Steuerertrag bekommen sollen.