fullscreen: Die Social-Demokratie

Das eherne L'ohngesetz. 05 
rucht das durch dieses Gesetz bewirkte Festhalten aller Arbeiter 
au der Greuze der nothwendigen Lebensnothdur ft, wie die 
Cocial-Demokratie behauptet und behaupten muß, wenn ihre 
Theorie von der Ursache alles Elends, von der Schuld der 
kapitallstlschen Produktionsweise an allen dļorhständen nicht in 
der Luft schweben soll. 
So ist bei allen Betrachtungen über die Noth und das 
Elend in der Arbeiterklasse, über die Laster und Schäden 
unserer Zeit der einzige und ständige Refrain: Die Gesell 
schaft trägt die Schuld! Die heutige Gesellschaft als Quelle 
aller Uebel ist das größte Uebel! Darum weg mit ihr! Ihre 
Zertrümmerung ist eine unbedingte Nothwendigkeit! 
An Schamlosigkeit der rassinirtesten Art und in höchster 
Potenz überbietet aber alle mitgetheilte Prosa ein Gedicht, 
das seine Begeisterung aus einer schauerlichen Mordgeschichte 
schöpft und die alte Melodie anstimmt: Der Mörder ist 
unschuldig, die Gesellschaft trägt die Schuld! Es ist dieses 
Poem für die socialistische Denkweise, sowie für dle in den 
Reihen der Social-Deniokratie bereits eingerissenc Verwirrung 
der elnfachsten sittlichen Begriffe so charakteristisch, daß wir 
es unsern Lesern vollständig mittheilen wollen. Wir finden es 
mi „N. Soc.-Demokrat" 1*76 Nr. 9—li. 
Johann Hiller. 
I. 
"à braver Mann war's, doch ein armer Mann — 
„Je nun. ihr wißt, das trifft sich allemalen. 
„„Bestimmung ist es, Fügung" — predigt man — 
„„Der Himmel lohnet einst der Erde Qualen." 
„Ein armer Mann war's, doch ein braver Mann. 
„Der Johann Hiller aus dem Schwabenlande, 
„Und klug dabei; doch was er auch ersann. 
„Es schlug ihm ans in Elend und in Schande. 
-chufter. Die Locial-Temolratie. r
	        
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