Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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er zu bekommen hatte, wenn die Pacht ablief, und kassierte
sie persönlich ein. Kein Verwalter durfte einen Dollar
ausgeben oder eine Scheibe einsetzen lassen, ohne daß er
den Schaden persönlich. besichtigt hatte. Wenn die Verwalter
 einen Cent ohne seine Erlaubnis ausgaben, mußten
sie ihn selber bezahlen.
Im oberen Teile von New York sieht man mehrere
hundert Grundstücke, die von baufälligen Zäunen eingehegt
 und durch Felsen und wüste Stellen verunstaltet
sind oder als Güterschuppen dienen. Ein großer Teil davon
liegt mitten zwischen eleganten Wohnhäusern. Die meisten
gehörten Herrn Astor, der sie weder verkaufen noch bedauen
 wollte, sondern diese Eckgrundstücke bis zu einer
Preissteigerung zurückbehielt. Er wußte, daß niemand im
Innern des Karrees schöne Häuser bauen kann, ohne daß die
Eckgrundstücke davon profitieren,
Er war düster und einsiedlerisch, gab wenig und verabscheute
 die Bettler.
Er pflegte zu sagen: ‚Wenn ich einen Cent ausgebe,
will ich einen Cent "wiederbekommen‘, und von seiner
abscheulichen Kleinlichkeit ließen sich viele Geschichten
erzählen. Er befolgte:in jeder Hinsicht die Methoden
seines Vaters weiter, die Gewalt der Stadtregierungen
dazu zu benutzen, sich wertvolle Wassergrundstücke für
50 gut wie nichts bewilligen zu lassen, und verwendete wie
jener alle Überschüsse zum Ankauf weiterer Grundstücke
and zur Anlage in vorteilhaften Unternehmungen. Seine
Gleichgültigkeit gegen moralische Hemmnisse zeigte sich
auf mannigfache Weise, nicht zuletzt durch seine offene
Unterstützung offensichtlich korrupter Stadt- und Staatsverwaltungen.‘‘


Die herrschende Korruttion

War die Korruption schon in den ersten Jahrzehnten
des 19. Jahrhunderts mit Händen zu greifen, so war sie es
dreimal in der Mitte des Jahrhunderts. Das war die Zeit
aller Zeiten, wo im ganzen Lande die Gemeinderäte, die
Parlamente und die Kongresse bestochen wurden, damit
            
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