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so hätte man auf ihre Ernährung und Behausung mehr
Sorgfalt verwandt, denn dann wären sie eben Besitz
gewesen, und wo hätte jemals ein Besitzender etwas, das
Geld einbringt, zerstört? Als „freie“ Männer, Frauen
und Kinder aber waren die Proletarier einfach ebensoviele
Fleischbündel, deren Krankheit und Tod für keinen Be-
sitzer einen pekuniären Verlust bedeutete. Daher war ihr
Minsiechen ohne große Bedeutung für eine Gesellschaft,
die man gelehrt hat, die Heiligkeit des Privateigentums zu
verehren, wie es in Häusern, Kleidern, Maschinen und
Möbeln verkörpert war, die, wenn auch leblos, sämtlich
die wichtigste Eigenschaft eines Kassenwertes hatten, den
der Arbeiter nicht aufweisen konnte.
Aber diese Grundbesitzer „von höchstem Charakter“
sammelten nicht bloß selber Mieten aus Wohnhäusern,
die die Kirchhöfe füllten, sondern trieben auch das einträg-
liche Geschäft, gewisse Mietkasernen an Mittelsleute ab-
zugeben, die ihnen eine bestimmte, unfehlbare jährliche
Pacht dafür garantierten. War ihnen dies gelungen, so
kümmerten die Grundbesitzer sich nicht im mindesten
darum, was diese Pächter taten — was für Mieten sie ver-
langten, oder in was für Zuständen sie ihre Mieter wohnen
ließen. „Die Mittelsleute,“ so berichtet die hauptstädtische
Gesundheitskommission, „sind häufig von herzlosestem und
skrupellosestem Charakter und machen mächtige Profite
durch das Aftervermieten. Sie lassen keinen Raum unver-
mietet: sie vermieten Schuppen und sogar Kellergeschosse
an Familien; sie teilen die Zimmer durch Zwischenwände
und bringen dann eine ganze Familie in einem einzigen
Raum unter, der als Küche, Wohn- und Schlafzimmer
dienen muß. Im vierten, sechsten, siebenten, zehnten und
vierzehnten Bezirk sind große, altmodische Wohnhäuser zu
finden, die ursprünglich für eine Familie gebaut waren
und jetzt in solcher Ausdehnung geteilt und untervermietet
sind, daß sogar die früheren Unterkeller von zwei oder mehr
Familien besetzt sind. Es gibt in New York eine Keller-
bevölkerung von nicht weniger als 20000 Menschen.“
Hier leuchtet wieder in blendendem Glanz die höhere
Moral der besitzenden Klasse. Es wird nicht von einem