— der Pullman-Gesellschaft — haben die Vanderbilts eine
jährliche Einnahme von Millionen. Auf den fernen Philippi-
nen sind die Vanderbilts mit anderen Magnaten an der Aus-
beutung der Regierung und der eingeborenen Bevölkerung
beteiligt. Die Visayan-Eisenbahn zählt einen Vanderbilt zu
ihren Direktoren. Diese Bahn hat von der Regierung be-
reits eine Unterstützung von 500000 Dollar bekommen
außer der völlig freien Konzession, unter der Begründung,
„die Eisenbahn sei für die Entwicklung des Archipels
nötig“.
Der Hauptbesitz der Vanderbilts aber besteht in dem
New Yorker Zentralbahnsystem. Die Union Pacific-Eisen-
bahn, die von den Harriman Standard Oil-Interessen ge-
leitet wird, besitzt jetzt 14 Millionen Dollar Aktien von
dem New Yorker Zentralbahnsystem. Aller Wahrschein-
lichkeit nach geht die Majorität der New Yorker Zentral-,
der Lake Shore- und anderer Vanderbiltscher Bahnen in
die Hände der Standard Oil-Gruppe über. Es bedeutet
dies, daß es nur eine Frage kurzer Zeit ist, daß alle oder
die meisten Eisenbahnen der Vereinigten Staaten von
ainem allmächtigen und alles umfassenden Trust verwaltet
werden. N
Aber keinesfalls bedeutet es, daß die Vanderbilts ihren
Reichtum eingebüßt haben. Wenn sie auch ihre Aktien
abtreten, die ihnen die Majorität sicherten, so wird es sich,
wie bei William H. Vanderbilt, doch immer zeigen, daß
sie einen ungeheuren Betrag an Eisenbahn- und anderen
Obligationen in Händen haben. Wie die Astors und andere
reiche Familien 1867 völlig damit einverstanden waren, daß
Kommodore Vanderbilt die Verwaltung der New Yorker
Zentralbahn übernahm, weil unter seiner kühnen Lei-
tung ihre Gewinne und Beute größer sein würden, so haben
vielleicht die Vanderbilts der heutigen Generation denselben
Eindruck von Harriman, der .seine Geschicklichkeit, be-
trügerische Aktienemissionen und Konsolidationen vor-
zunehmen und kleinere Magnaten auszudrängen, bewiesen
hat. Heute ist die New Yorker Zentralbahn noch Vander-
biltscher Besitz, nicht so ausgesprochen freilich wie vor
zwanzig Jahren, aber doch immer noch völlig unter ihrem