und äußerst einflußreich, da es Hunderte von Millionen in
bar, Terrain, Häusern oder gewinnbringendem Besitz in
Form von Obligationen und Aktien umfaßt. Sein Einfluß
und seine Verzweigungen reichen wie die des Vanderbilt-
schen und anderer Riesenvermögen direkt oder indirekt bis
in alle bewohnten Teile der Vereinigten Staaten, Mexikos
und anderer Länder.
Fay Goulds Kindheit
Der Begründer dieses Vermögens war Jay Gould, der
Vater der jetzt lebenden Generation. Er war der Sohn eines
Farmers im Bezirk Delaware, New York, und wurde 1836
geboren. Als Kind mußte er auf der Farm seines Vaters die
verschiedensten Arbeiten verrichten. Beim Kühehüten
mußte er barfuß gehen, aus Armut, und häufig zerstachen
Disteln seine Füße — eine Erfahrung, die einen so tiefen
und unauslöschlichen Eindruck auf ihn gemacht zu haben
scheint, daß er, als er vierzig Jahre später von einer Unter-
suchungskommission des Senats der Vereinigten Staaten ver-
nommen wurde, noch jetzt mit einem Zittern der Stimme
davon sprach. Sein Vater war tatsächlich so arm, daß er ihn
nicht in die öffentliche Schule schicken konnte. Der Junge
aber traf ein Abkommen mit einem Hufschmied, von dem
er erzogen wurde gegen gewisse Dienstleistungen. Diese kolli-
dierten mit seinem Schulbesuch nicht. Mit fünfzehn Jahren
wurde er Kommis in einem Kramladen, eine Beschäftigung,
die ihn, wie er erzählte, von morgens sechs bis abends zehn
Uhr in Anspruch nahm. Es wird ferner erzählt, daß er drei
Jahre lang morgens um drei Uhr aufstand und Mathematik
lernte und dadurch die Anfangsgründe der Verwaltung
kennen lernte.
Nach Goulds eigener Erzählung engagierte ihn ein In-
genieur, der eine Karte des Bezirks Ulster aufnahm, als
Assistenten mit 20 Dollar monatlich und Beköstigung. Dies
Engagement aber verlief unbefriedigend (warum, ist uns
nicht bekannt). Gould sah sich gezwungen, sich seinen
Lebensunterhalt zu verdienen, indem er die Grenzregelungen
für Farmen erledigte. Die beiden anderen jungen Leute, die