Kongresses waren Reeder oder hatten ihr Vermögen von
reichen Reedern ererbt, wie z. B. Samuel Adams, Robert
Morris, Henry Laurens aus Charleston, John Hancock,
der sein 350 000 Dollar betragendes Vermögen von seinem
Onkel hatte, Francis Lewis aus: New York, und Joseph
Hewes aus Nord-Carolina. Andere waren Mitglieder ver-
schiedener konstitutioneller Konvente oder wurden hohe
Beamte in den Regierungen des Bundes oder der Einzel-
staaten. Die Revolution vernichtete die koloniale Schiffahrt
beinahe ganz, und der Handel stockte.
Kaperschiffe
Jedoch nicht ganz, denn das Kapern brachte vieles wieder
ein. George Cabot aus Boston, der Sohn eines wohlhabenden
Reeders, fegte während der Revolution mit seinem Bruder
auf zwanzig Kaperschiffen, deren jedes sechzehn bis zwanzig
Kanonen besaß, die Küste entlang. Vier oder fünf Jahre
lang machten sie reiche Beute, aber gegen Ende des Krieges
schnappten britische Kanonenboote ihnen den größten
Teil der Besatzung weg, so daß die Brüder schwere Verluste
hatten. ‘George wurde dann Senator in den Vereinigten
Staaten. Israel Thorndike, der als Küferlehrling anfing,
1832 im Alter von 75 Jahren starb und „das größte Ver-
mögen hinterließ, das je in Neu-England hinterlassen
wurde‘, verdiente große Summen als Teilhaber und
Kommandant eines Kaperschiffes, das viele erfolgreiche
Fahrten ausführte. Dieses Geld legte er in Fischereien,
überseeischem Handel und Grundbesitz und später in
Fabriken an. Er stand an der Spitze seiner Zeit und galt
wegen seiner genialen Unternehmungen Tausenden als
Leitstern. Das Vermögen, das er hinterließ, galt für un-
zeheuer. Jedem seiner drei Söhne vermachte er gegen
500 000 Dollar und andere Summen einem anderen Sohne,
dessen Witwe und Töchtern. Im ganzen beliefen sich seine
Vermächtnisse an die überlebenden Mitglieder seiner Fa-
milie auf etwa I 800 000 Dollar.
Ein anderer „ausgezeichneter Kaufmann“ (wie man
rühmte), der sich mit dem Kapern befaßte, war Nathaniel