IV
Vorwort.
Zeitung“ vollständig zum Abdrucke gelangte und von hier
aus auch in die anderen Organe der Provinzialpresse über
ging, entwickelte er seinen Plan dahin, dass die Schrägen
der Ämter in den Städten Riga, Reval, Dorpat und Mitau
veröffentlicht und in Verbindung mit dieser Urkundensamm
lung der Versuch einer Darstellung der Geschichte des Ge-
werbefleisses von Liv-, Est- und Kurland unternommen werden
sollte. Die Sammlung sollte beim Jahre i6üo abbrechen und
die Herausgabe der Schrägen des 17. und 18. Jahrhunderts,
sowie die Fortsetzung der geschichtlichen Darstellung bis zur
Einführung der Gewerbefreiheit einem anderen Bande Vorbe
halten bleiben, dessen Fertigstellung von dem Interesse ab-
hängig gemacht wurde, das man dem ersten Bande schenken
würde. Schliesslich wurde, um die städtischen Korporationen,
die schon so viel für die Förderung der vaterländischen Ge
schichtsforschung gethan hatten, nicht auf’s Neue in Anspruch
zu nehmen, zur Subscnption auf das Werk aufgefordert.
Die Subscription ergab in den nächsten Monaten nach
Abdruck des Vortrags in der ,,Rigaschen Zeitung“ und der als
Inserat ergangenen Aufforderung zur .Subscription 28 Pränume-
ranten in Riga und 18 in Dorpat. Es war in höchstem
Grade zweifelhaft, ob es möglich gewesen wäre, auf dieser
Grundlage den Druck des kostspieligen Buches beginnen zu
können. Verhängnissvoller wurde aber der Umstand, dass
Stieda im Juni 1882 nach Berlin übersiedelte und, von Berufs
geschäften in Ansj)ruch genommen, keine Möglichkeit sah,
das begonnene Werk durch Sammlung weiteren Materials,
Collationirung der in seinem Besitz befindlichen Abschriften,
Ausarbeitung einzelner Partien der Darstellung zunächst wenig
stens druckfertig zu machen.