Schneider.
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schuldig sein unnd sich allenthalbenn diesem schragenn mith
machung meisterstuckenn unnd anders gemesz verhaltenn.
Nachdem sich auch die rotgieszer beclagt, das die kannen-
gieszer sich unterstundenn missings mörsele, so fertig ausz 1 eudtsch
landt verschriebenn oder sonst ann sich bringenn, öffentlich
verkeuffenn, soll solchs auch nhumer eingestellet unnd ihnen nicht
zugelassenn werdenn, sonder, was also beschlagenn, genhommenn
werdenn.
Letzlich sollenn von allen obgesatztenn artickell benantenn
bruchenn der halbe theill einem erb. rade fallenn unnd der ander
halbe theill dem ampte, wie dann im gleichem! der halbe theih
vonn genhomment zeuge, so die amptherenn nhemen werden,
ampte heimfallenn soll (doch ausserhalb dem gelde, was sie
ampt vor die Iher unnd eschung empfangenn werdenn) soll dem
ampte alleinn bleibenn, unnd soll vonn solchenn bruchenn jerlichs
zweimhall uff osterenn unnd Michelis denn amptheren rechenschafft
gethann werdenn, auch sonstenn einem erb. rade alwege inn diesem
schragenn denselbenn nach gelegenheit zu mherenn oder mm
derenn die overhand vorbehaltend.*
Dasz dieszer schrägen, also wie allenthalben vorgeschriebem
von den deputirten eines ehrb. radesz amptherr verordnet und auff
gerichtet, auch vom ehrb. rade folgendts confirmiret worden, he
zeuge ich Johannes Tastius, s. rg., mit meiner eigen handt.
92. Schneider.
Schrägen aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.
Stadt-Archiv in Riga: Dath schrägen- unnd olde renthebock^ S.
Vergl. Einleitung S. 229 u. 230; abg. Monum. Livon. antiq., Hd. 4, S. t ( t.
—CCCXIX; Liv-, Est- und Curländ. Urkb., Bd. 4, Nr. 1521.
Der scrodere schraa.
In Godes namen, amen. l)yt is de rechticheit der genieJm'
cumpanye van deme schrotwerke, also als see uns de erwerdiff^
ratheren to Rige gegeven hebben.
i) So welk man, dee synes suives wert, de sal to deme erste'
male dee bñrscop wynnen unde to dem anderen male de cumpa'*'^
unde so sal hee denne sveren uppe den hilgen, dat hee twe ma
Rig. hebbe, dee syn eygen syn unvorborget.
ist
1 Bis hierher reicht der Schrägen, der von kalligraphischer Hand geschrieben