Contents: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Schneider. 
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schuldig sein unnd sich allenthalbenn diesem schragenn mith 
machung meisterstuckenn unnd anders gemesz verhaltenn. 
Nachdem sich auch die rotgieszer beclagt, das die kannen- 
gieszer sich unterstundenn missings mörsele, so fertig ausz 1 eudtsch 
landt verschriebenn oder sonst ann sich bringenn, öffentlich 
verkeuffenn, soll solchs auch nhumer eingestellet unnd ihnen nicht 
zugelassenn werdenn, sonder, was also beschlagenn, genhommenn 
werdenn. 
Letzlich sollenn von allen obgesatztenn artickell benantenn 
bruchenn der halbe theill einem erb. rade fallenn unnd der ander 
halbe theill dem ampte, wie dann im gleichem! der halbe theih 
vonn genhomment zeuge, so die amptherenn nhemen werden, 
ampte heimfallenn soll (doch ausserhalb dem gelde, was sie 
ampt vor die Iher unnd eschung empfangenn werdenn) soll dem 
ampte alleinn bleibenn, unnd soll vonn solchenn bruchenn jerlichs 
zweimhall uff osterenn unnd Michelis denn amptheren rechenschafft 
gethann werdenn, auch sonstenn einem erb. rade alwege inn diesem 
schragenn denselbenn nach gelegenheit zu mherenn oder mm 
derenn die overhand vorbehaltend.* 
Dasz dieszer schrägen, also wie allenthalben vorgeschriebem 
von den deputirten eines ehrb. radesz amptherr verordnet und auff 
gerichtet, auch vom ehrb. rade folgendts confirmiret worden, he 
zeuge ich Johannes Tastius, s. rg., mit meiner eigen handt. 
92. Schneider. 
Schrägen aus dem Ende des 14. Jahrhunderts. 
Stadt-Archiv in Riga: Dath schrägen- unnd olde renthebock^ S. 
Vergl. Einleitung S. 229 u. 230; abg. Monum. Livon. antiq., Hd. 4, S. t ( t. 
—CCCXIX; Liv-, Est- und Curländ. Urkb., Bd. 4, Nr. 1521. 
Der scrodere schraa. 
In Godes namen, amen. l)yt is de rechticheit der genieJm' 
cumpanye van deme schrotwerke, also als see uns de erwerdiff^ 
ratheren to Rige gegeven hebben. 
i) So welk man, dee synes suives wert, de sal to deme erste' 
male dee bñrscop wynnen unde to dem anderen male de cumpa'*'^ 
unde so sal hee denne sveren uppe den hilgen, dat hee twe ma 
Rig. hebbe, dee syn eygen syn unvorborget. 
ist 
1 Bis hierher reicht der Schrägen, der von kalligraphischer Hand geschrieben
	        
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