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Menge ausländischer Waaren, die in Gold zu bezahlen sind. Ein
Theil der letzteren mag allerdings, um seinen bisherigen Absatz in
Russland zu behalten, sich mehr oder weniger den in Rubeln ausgedrückten
Preisen anpassen, in den meisten Fällen aber wird eine
Erhöhung des Preises in Rubeln und eine Verminderung der Einfuhrmenge
eintreten, so dass sich also das Mengenverhältnis des
Güteraustausches zum Nachtheile Russlands verschiebt. Der Einfluss
der Entwerthung des Rubels auf die Preisbildung ist wegen
der besonderen Stellung Deutschlands und Russlands gegeneinander
wieder am stärksten beim Roggen, da die russische Weizenausfuhr
doch nur einen mässigen Bruchtheil der im Welthandel erscheinenden
Gesammtausfuhr bildet. Bei dem Weizen entsteht allerdings
durch die Entwerthung des Silbers eine ähnliche Verschiebung des
Güteraustausches zwischen Europa und Indien. Aber die indische
Weizenausfuhr bildet auf dem Weltmarkt ebenfalls nur einen mitwirkenden,
aber keineswegs den ausschlaggebenden Faktor, wie schon
z. B. die Ziffern der Einfuhr von Weizen und Mehl (auf Körner berechnet)
nach England für das Jahr 1887 beweisen: von der Gesammtmenge
von 78,4 Mill, (engl.) Ctr. kamen 5,6 Mill, aus Russland,
8,5 Mill, aus Indien, 5,2 Mill, aus Britisch-Nordamerika und
49,1 Mill, aus den Vereinigten Staaten.
Wie gross nun die Mehrausgabe ist, die dem ganzen Volke
jährlich aus den Getreidezöllen erwächst, lässt sich aus den obigen
Darlegungen nicht feststellen. Man kann nur sagen, dass diese
Summe von Jahr zu Jahr nach den Ernteverhältnissen des In- und
Auslandes wechselt, und dass die durchschnittliche Vertheuerung
des Getreides unter dem vollen Betrage des Zolles bleibt, aber mit
zunehmender Höhe des letzteren ebenfalls grösser wird. Unter Vertheuerung
ist aber hier die Abweichung vom P'reihandelspreise zu
verstehen, wie er insbesondere für Weizen in England zum Ausdruck
kommt, und die relative Vertheuerung in diesem Sinne schliesst
daher nicht aus, dass eine absolute Verbilligung des Getreides gegenüber
dem in den siebziger Jahren geltenden Durchschnitt stattgefunden
hat. Ein erheblicher Preisunterschied des Brodgetreides
in zwei Bändern von gleicher Kulturstufe und wetteifernden wirtschaftlichen
Bestrebungen hat aber eine allgemeinere wirtschaftliche
Tragweite und es würden ernstliche Bedenken gerechtfertigt