Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

VT

Vorwort

in  seinen  letzten  Abschnitten  nicht  auf  ganz  sicheren  Füssen
stünde,  nicht  unterbleiben.  Im  Übrigen  einigten  sich  die
Herausgeber  darin,  dass  in  der  Darstellung  soweit  als  möglich ­
  der  gewerblichen  Zustände  auch  von  Reval  und  Dorpat
gedacht  werden  sollte  und  dass  man  sich  nicht  auf  die  Herausgabe ­
  der  Schrägen  der  Handwerksämter  beschränken  wollte,
sondern  auch  die  Schrägen  der  in  dem  öffentlichen  Leben
Rigas  eine  so  grosse  Rolle  spielenden  Gilden  mit  in  den  Kreis
der  Betrachtung  ziehen  müsste.  Auf  diese  Weise  durfte  man
hoffen,  ein  über  dieses  wichtige  Gebiet  der  städtischen  Geschichte ­
  vollständig  Auskunft  gebendes  Werk  zu  schaffen,  das
sowohl  zur  Fortsetzung  der  wissenschaftlichen  Arbeit  als  auch
zur  Belehrung  über  diese  interessante  Partie  der  Vergangenheit ­
  dienen  könnte.
ln  die  Arbeit  theilten  sich  nun  die  beiden  Unterzeichneten
wie  folgt  :  Mettig  übernahm  die  von  Stieda  begonnene  Sammlung
  zu  vervollständigen,  auch  die  von  diesem  gemachten
Abschriften  zu  collationiren  sowie  nach  einheitlichen  Editionsgrundsätzen ­
  zu  redigiren.  Ferner  entfiel  auf  seinen  1  heil  die
Abfassung  der  Einleitung  zum  zweiten  I  heil,  die  zur  Orientirung
über  die  Principien  der  Edition  und  den  Charakter  der  Handschriften ­
  dienen  soll,  dann  die  Aufstellung  des  Glossars  und
der  Register.  Stieda  verjiflichtete  sich  dagegen  zur  Niederschrift ­
  der  Darstellung.  Diese  wurde  von  Mettig  im  Manuskripte ­
  durchgelesen  und  an  einigen  Stellen  nach  Rücksprache
mit  ihm  geändert.  Besonders  die  Abschnitte  über  die  ICntstehung
  der  Ämter  und  die  Bedeutung  der  Kreyge’schen  Sera
sind  erst  nach  wiederholter  Überlegung  und  Berathung  mit
Mettig  in  der  jetzigen  Fassung  von  Stieda  niedergeschrieben
worden.  Die  Abschnitte  über  das  Brauerei  wesen  nach  1428
            
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