Full text : Die Volkswirthschaftslehre

,§  50.  '.'iatur.

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zur  Aufnahme  verschiedenartiger  Erwerbszweige  und  zu  in  Entstehen ­
  einer  dichteren  Bevölkernngsanhäufung  giebt.  Natürliche
Bedingungen,  welche  das  Sichentfalten  einer  vielseitigeren  Erwerbsthätigkeit ­
  herbeizuführen  vermögen,  sind  daher  ursprünglich  in
für  die  Schifffahrt  sicheren  Küstenlagen  tind  sich  längs  schiffbarer
Ströme  oder  anderer  nutzbarer  Wasserläufe  ausbreitenden  Landstrichen, ­
  in  ränmigen  Thälern  des  Gebirgslandes,  gut  gelegenen
Gebirgsabdachnngen  salvie  im  fruchtbaren  Berg  lind  Hügellande
verhältnißmäßig  am  meisten,  in  einförmigen  wasserarmen  Ebenen
und  schwer  zugänglichen  Hochgebirge»,  ivelche  selbst  der  Bodenbenutzung
  zahlreiche  Hindernisse  entgegenstellen,  hingegen  am
wenigsten  vorhanden.
r?  50.
Die  Natur  beeinflusst  sonach  jedenfalls  die  wirthschaftiiche
Elltwickeüntg  in  vielverzweigtester  Weise.  Dieselbe  ist,  insofern ­
  sie  einem  Lande  entweder  günstigere  oder  nugünstigere
Productionsbedingungen  gewährt,  für  stiichtung  und  Große
der  Production  in  erster  Reihe  maßgebend,  ohne  deren  Ausdehnung ­
  etwa  lmabünderlich  zu  begrenzen.
Unter  übrigens  gleichen  Umständen  beginnen  die  wirthskhaftlichen
  Fortschritte  jedesmal  in  den  für  ihr  Eintreten  förderlichsten
Lagen  und  verbreiten  sich  erst  von  da  aus  weiter.  Ebenso  sind
überall  diejenigen  Prvductiouen  am  angewiesensten,  am  frühesten
aufnehmbar  und  am  dauerndsten  gesichert,  tvelche  zugleich  durch
seitens  der  Natur  örtlich  dargebotene  Vorbedingungen  hervor-,
tretend  begünstigt  werden,  und  deshalb  als  bodenständige  erscheinen.
Für  die  schließlich,:  Ausdehnung  der  Production,  ihre  Vielartigkeil ­
  und  Beträchtlichkeit,  ist  die  Naturbeschaffenheit  jedoch
weder  allein  noch  unbedingt  entscheidend.  Zunächst  nämlich  vermag ­
  dieselbe  selbst  bei  grösster  Günstigkeil  doch  überhaupt  nur
dann  recht  hilfreich  zu  sein,  wenn  sie  entsprechend  belmtzt  wird.
Ferner  lässt  sich  die  Ungunst  der  Natur  durch  menschliche  Arbeit
mittelst  Zuhilfenahme  von  Kapital  mehr  oder  weniger  und  mindestens ­
  einigermaßen  ausgleichen,  z.  B.  durch  Einheimischmachung
nutzbarer  Thiere  und  Pflanzen,  Eilt-  oder  Bewässerung  des
Bodens,  künstliche  Wegvahnung  rc.  Endlich  bleiben  in  kärgliches
Schober,  Volkswirt!,schaftslehre.  3.  A»f>.  "
            
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