Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

13

geben,  daß  eine  sichere  Bestimmung  des  geologischen  Alters  dieser  Schichten
unmöglich  ist.
Wir  haben  dieselben  auf  unserer  geolog.  Karte  als  „Mühlstein  Oligocen?" ­
  ausgeschieden,  da  man  sich  doch  bei  der  Anfertigung  einer  geologischen ­
  Karte  für  etwas  entscheiden  muß.
Eine  nähere  petrographische  Gliederung  aller  dieser  Gesteine  durchzuführen, ­
  halten  wir  für  überflüssig,  da  dies  unserer  Ansicht  nach  gar  keinen,
weder  theoretischen  noch  praktischen  Werth  hat.  Dieses  obere  Eocen
gelangt  im  ganzen  Gebiete  der  Stzkowa-Thales  und  der  Nebengewässer  zur
großen  Entwickelung;  wir  sehen  dasselbe  vom  Anfange  der  schon  oft  erwähnten ­
  Schlucht,  bei  dem  Bergbau  des  Herrn  Tarasiewicz  am  rechten
Ufer  des  Flusses,  bis  hoch  hinauf  gegen  Matafióni  zu  entwickelt,  ebenso
auch  im  Gebiete  des  ganzen  Przegonina-Baches,  ferner  auf  der  linken
Seite  des  Thales  zwischen  Maìastów  und  Stzkowa,  wo  es  sich  nach  einiger,
durch  die  Ropianka-Schichten  bedingter  Unterbrechung,  bis  gegen  das  Dorf
Sokol  und  das  Thal  des  Ropaflusses  hinzieht.
Weiter  südlich,  hinter  der  Ortschaft  Matafióni,  an  der  Stelle,  wo  der
Weg  sich  in  Serpentinen  auf  die  Magura  matastowska  schlängelt,  haben
wir  höchst  wahrscheinlich  noch  jüngere  Schichten  vor  uns.  Wir  sehen  hier
nämlich  in  einer  beträchtlichen  Höhe,  über  den  oberen  eocenen  Schichten,
riesige  Bänke  eines  grobkörnigen,  gelblichgrauen  Sandsteines,  mit  thonigmergeligen
  Bindemittel,  welches  so  wenig  fest  ist,  daß  das  Gestein  sehr
leicht  verwittert  und  mit  losem  Schutte  das  Gehänge  bedeckt.  In  diesem
Sandsteine  fanden  wir  ein  Bruchstück  non  Pecten  sp.,  ferner  einige  Gasteropodensteinkerne,
  welche  leider  nicht  einmal  annähernd  generisch  bestimmbar ­
  waren.
Wir  haben  diesen  Sandstein  auf  Grund  seiner  stratigraphischen  Lage
und  der  petrographischen  Eigenschaften,  ferner  auf  Grund  seiner  Analogie
mit  dem  sogenannten  „Magurer  Sandstein"  als  Oligocen  auf  unserer
geologischen  Karte  ausgeschieden.  Wenn  wir  nun  in  einigen  Worten  den
geologischen  Bau  unseres  Thales  recapituliren,  so  stellt  sich  das  ganze  Bild
folgendermaßen  dar:
Am  rechten  Ufer  des  Flusses  in  Ropica,  auf  dem  linken  in  Stzkowa,
haben  wir  obere  und  untere  Ropianka-Schichten,  hierauf  folgen  die
rothen  Thone,  die  Nummuliten-Sandsteine  und  das  obere  Eocen.  In
Ptztna  zeigen  sich  die  oberen  Ropianka-Schichten,  auf  welche  die  rothen
Thone  und  das  obere  Eocen  folgen.  Am  Maiastower  Berge  und  auf  den
höchsten  Gipfeln  anderer  Bergrücken  haben  wir  das  Oligocen,  sonst  aber
nur  das  obere  Eocen.  Die  jüngeren  Bildungen  (Diluvium  und  Alluvium)
sind  unbedeutend  und  verdienen  keine  nähere  Erwähnung.
Ein  Theil  des  beigeschlossenen  Durchschnittes  (Nr.  1)  veranschau-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.