Full text : Antike Wirtschaftsgeschichte

Perser,  Phöniker.

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während,  wie  wir  schon  bei  Babylon  bemerkten,  für  landwirtschaftliche ­
  Betriebe  die  Leistung  eines  Ertragsanteils  meist  am  angemessensten ­
  war.  So  lastete  diese  Verpflichtung  z.  B.  schwer  auf  dem
Volke  in  Palästina  (Nehemia  V,18).  Viele  mußten  zur  Beschaffung
der  königlichen  Steuer  Geld  auf  ihre  Felder  und  Weinberge  leihen,
wodurch  sie  und  ihre  Kinder  zu  leibeigenen  Knechten  der  Geldgeber
wurden  (Nehemia  V,  4).  Für  die  Handelsverbindungen  tat  Darius
sehr  viel,  im  Süden  arbeitete  er  den  Unternehmungen  der
hellenistischen  und  römischen  Zeit  vor.  So  vollendete  er  den  Nilkanal ­
  Nechos  II.,  der  ähnliche  Zwecke  wie  der  heutige  Suezkanal
verfolgte,  das  wieder  befreite  Ägypten  ließ  ihn  versanden,  Ptolemäus
  II.  stellte  ihn  her,  schließlich  verfiel  er  nochmals.  Nach  mannigfachen ­
  Schicksalen  wurde  er  im  arabischen  Reich  wieder  in  Funktion
gesetzt,  um  die  ägyptischen  Getreideflotten  nach  Arabien  zu  befördern, ­
  aber  um  die  Mitte  des  8.  Jahrhunderts  n.  Chr.  ließ  man  ihn
wieder  verfallen.  Was  Darius  geleistet  hatte,  ging  zum  Teil  unter
seinen  Nachfolgern  verloren,  auch  die  Handelswege  nach  Osten
und  Nordosten,  deren  Benutzung  er  förderte,  gerieten  bald  in  Vergessenheit, ­
  um  teilweise  in  der  Römerzeit  wieder  gefunden  zu
werden;  dann  ging  die  Erinnerung  an  sie  unter,  bis  die  beginnende
Neuzeit  endgültig  den  Handel  nach  Asien  erschloß.  Die  alten  Beziehungen ­
  zu  Indien  wurden  weiterhin  gepflegt,  wodurch  z.  B.
persisches  und  attisches  Geld  in  jene  fernen  Länder  kam  und  dort
benutzt  wurde.  Wenn  das  persische  Reich  mit  seinem  weithin
reichenden  Kultureinfluß  auch  bald  zugrunde  ging,  so  hörte  damit
nicht  alles  auf,  was  es  geschaffen  hatte,  die  Mazedonier  förderten
weiterhin  Kultur  und  Handel,  das  gleiche  taten  die  Römer,  das
zweite  Perserreich  und  auch  die  Araber,  erst  der  Ansturm  der  nordasiatischen ­
  Horden  vernichtete  im  Mittelalter  einen  großen  Teil
der  noch  erhaltenen  alten  Kultur.
Von  den  syrischen  Stämmen,  die,  wie  wir  sahen,  die  Kultur
Ägyptens  und  jene  des  Ostens  miteinander  verbanden,  waren  die
Phöniker  die  wichtigsten.  Sie  haben,  wie  die  anderen  Syrer,  mit
dazu  beigetragen,  daß  ein  vorderasiatischer  Kultnrkreis  sich  bildete
und  u.  a.  ein  auf  gemeinsamer  Grundlage  beruhendes  Maßsystem
geschaffen  wurde.  Schon  im  16.  Jahrhundert  besaßen  diese  Völker
eine  hochentwickelte,  wenn  auch  nur  zum  Teil  originelle  Kultur.
Hier  wurden  viele  Kämpfe  nicht  nur  im  Altertum  und  Mittelalter,
sondern  auch  in  der  Neuzeit  ausgesuchten.  Der  letzte  große  Zusammenstoß ­
  war  der  zwischen  dem  aufständischen  Ägypten  und  der  Türkei
            
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