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geschrieben wird. Namentlich ist dies nicht notwendig, um einzelne
oder ganze Reihen yon interpolierten Werten zu finden. Wenn die
Aufgabe, wie sie zuerst im $ 210 gestellt wurde, darauf ausgeht, mit
Hilfe der Kenntnis von log 3, log 4, log 5 und log 6 den Wert
von log 4,5 zu berechnen, so findet man diesen Wert wie in der
folgenden Tabelle 46 angegeben, in der man, anstatt die Funktion
60000-y(x) zu betrachten, auf y(x) selbst interpoliert hat; nicht alle
zur Berechnung der dividierten Differenzen notwendigen Divisionen
„gehen auf“, weshalb diese Differenzen mit einigen extra Dezimalen
berechnet sind, um die Wirkung der durch Abrundungen entstandenen
ınwesentlicheren Fehler zu vermeiden.
Wenn man nicht in der oben beschriebenen Weise diese Fehler-
quelle vermeiden will, hat man überhaupt, bevor man interpoliert,
die Wirkung der Rechnung mit abgerundeten Zahlen zu beurteilen
ınd festzustellen zu suchen, wieviele Dezimalen notwendigerweise zu
berücksichtigen sind.
Tabelle 46
ORAL
4)
'
-
a7
0,6534
1175
. 9118
15152
M733
733
1733
1733
8. 0,6990
Zuerst sind die Differenzen berechnet, welche unmittelbar aus
den 4 gegebenen Funktionswerten hervorgehen. Die Resultate sind
dann durch Interpolation zu x = 3 geprüft, was y= 0,4771 geben
soll. Danach wird zu x = 4,5 interpoliert, wobei man zu dem in
der Tabelle 43 auf Seite 324 angeführten interpolierten Wert für
log 4,5 — 0,6534 gelangt; zur Kontrolle, daß auch hier kein Rechen-
fehler begangen ist, kann man schließlich zu x = 5 interpolieren, was
y = 0,6990 ergeben muß. Wie man sieht, beruht die ganze Methode
Jarauf, daß man unter der fortgesetzten Interpolation zu neuen
Werten von x ständig die letzte dividierte Differenz konstant er-
hält. Dies ist nur ein anderer Ausdruck dafür, daß die Gleichung
[für die hierbei benutzte Interpolationskurve durch ein ganzes algebra-
isches Polynomium ausgedrückt werden kann.