fullscreen: Geschichte des Zentralverbandes der Stickerei-Industrie der Ostschweiz und des Vorarlbergs und ihre wirthschafts- und sozialpolitischen Ergebnisse

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Kisten im Stande ist und nur dann bis zur Grenze des 
Wünschbaren und Erreichbaren gelangen kann. Der sächsische 
Verband und die Beziehungen des schweizerisch-vorarlbergischen 
zu ihm verwirklichten zwar bei weitem nicht alle an sie ge 
knüpften Hoffnungen. Die Thatsache bleibt aber wirthschaft- 
lich bemerkenswcrth, das; die Gründung des einen Verbandes 
jene des andern nach sich zog, daß eine Fühlung zwischen beiden 
und ein — wenn auch nur schwaches — gegenseitiges sich in 
die Hände arbeiten möglich war. Wie ungleich mehr hätte 
man jedoch erreicht, wenn das Verhältniß ein noch engeres 
geworden wäre, wenn es zu einem Kartelle im Anfangs beab 
sichtigten Umfange wiirde gekommen sein. Man behauptet nicht 
zu viel, wenn man sagt, daß in diesem Falle die Lohntage 
in Sachsen und in der Schweiz um verschiedene Prozente 
höher stünde, daß der sächsische und der schweizerische Arbeit 
nehmer und Arbeitgeber um Vieles besser daran wären. Man 
hat aber in solchen Dingen von Ansang an weniger mit 
Centime und Pfennig der Einnahmen, als mit dem Prinzip 
und der Möglichkeit seiner Durchführung zu rechnen. Wich 
tiger als was mit Sachsen effektiv erreicht wurde, ist die 
Thatsache, daß es möglich war, in Beziehungen zur dortigen 
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dnktions-Kartell qnalifiziren, und wie die weiteren Erfahrungen 
zeigten, daß der Durchführung eines eigentlichen Kartells nur 
eine für beide Theile gleich schädliche Kurzsichtigkeit im Wege 
stand. Dieses Ergebniß hat darin etwas beruhigendes, als 
es immerhin eine erste prinzipielle Lösung den Kcntell- 
frage inti) eine Sanktion solcher Kartelle durch die Ereignisse 
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wird sich nach Maßgabe der Ausbildung des Grundsatzes 
erweitern. Hier ist mit einem ersten Schritte schon unendlich 
Vieles erreicht; es wird aber tticht die Arbeit einev eahicv, 
sondern jene von Jahrzehnten sein, den Grundsatz bis zur 
Grenze des Möglichen auszubauen. Man tvird sich auch nicht
	        
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