thumbs: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

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Erstes Buch, Cap. 4. 
Sophistik seiner Argumente beeinträchtigte nicht seinen Er- 
folg bei den Massen. WUnerreicht blieb er als nationaler 
Agitator — und seine damit befriedigte Eitelkeit liess ihn 
nach dem Ruhme eines Staatsmannes nicht begehren. 
8 3. Carlile, Attwood, Thompson, Elliot. 
Es ist heute schon schwierig, einen Ueberblick über die 
Literatur an radicalen Flugschriften und Journalen aus der 
Zeit 1820—1832 zu gewinnen. Ich habe zunächst die 
zwei grössten, einflussreichsten und charakteristischen Volks- 
führer, Cartwright und Cobbett ausführlich geschildert. Ich 
will versuchen, noch Proben aus anderen Schriftstellern und 
aus der anonymen Presse zusammenzustellen. Es wird dar- 
aus hervorgehen, dass man in Worten theilweise sehr weit 
ging, dass aber der gesammte Radicalismus keine anderen 
Ideen hatte als diejenigen, die wir bei Paine und Bentham, 
Cartwright und Cobbett schon gefunden haben. Ebenso wird 
sich zeigen, dass eigentlich rein sociale Pläne und Ideen erst 
seit 1830 deutlicher in den Vordergrund zu treten beginnen 
— abgesehen von den eigentlichen Socialisten, den Owenianern, 
welche aber der allgemeinen Bewegung des Radicalismus ferner 
standen. 
Einer der einflussreicheren radicalen Schriftsteller war 
R. Carlile; er war die Seele des Organs „The Republican“ 
ein Anhänger Paine’s, der den Namen „Radicale‘“ verwarf 
und vorschlug sich „Reformer“, oder geradezu Republikaner zu 
nennen. In einer Schrift von 1821 „A new years Adress 
to the Reformers of Great Britain“ begeistert sich Carlile für 
die Revolution in Neapel und Spanien, schlägt vor die 
Soldaten durch Flugschriften zu bearbeiten und verlangt 
allgemeines gleiches Wahlrecht als Ziel, weil wir Alle 
gleich geboren sind. Aber er empfiehlt zugleich Mässigkeit, 
will „jetzt nicht von Insurreetion sprechen‘‘ sondern nur 
Thätigkeit uni Zusammenhalten empfehlen — und er ist
	        
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