Object : Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft

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Punkt  —  muß  auch  die  Art  des  Verschleißes  eine  andere  werden.
Ich  gehe  hierbei  nicht  einmal  von  der  absolut  unverständlichen
und  auch  durch  die  Behauptung,  Bremen  habe  kein  »Hinterland«,
nicht  erklärten  widernatürlichen  Tatsache  aus,  daß  lebende  oder
lebendfrische  Seefische  in  Bremen  selbst  minderwertiger  und  trotzdem ­
  durchweg  teurer  sind  als  im  Binnenlande.  Mit  »Hinterland«
kann  man  in  diesem  Falle  nur  die  Landkundschaft  meinen.  Aber
ist  es  denn  damit  in  anderen  Städten,  in  Braunschweig,  Wien
usw.  anders  bestellt?  Aufs  Land  werden  Seefische  auch  dort
nicht  geschickt,  vielmehr  in  den  Fischläden  und  auf  den  Märkten
der  Stadt  feilgehalten.
Der  Fischereitrust,  wie  ich  ihn  kurz  nennen  will,  dürfte  überhaupt ­
  keine  eigenen  Läden  eröffnen,  sondern  nur  einem  oder
wenigen  ortsansässigen  größeren  Händlern  in  den  einzelnen  Städten
liefern.  Diese  Händler  müßten  sich  verpflichten,  regelmäßig  ein
bestimmtes  Mindestquantum  Fische  abzunehmen,  wobei  sich  der
Trust  aus  Anlaß  der  Schwankungen  der  Fangergebnisse  eine  gewisse ­
  prozentuale  Lieferfreiheit  nach  oben  und  unten  Vorbehalten
müßte.  Dann  ist  der  Absatz  ein  für  alle  Mal  da,  und  wenn  auch
den  Händlern  ein  entsprechend  niedriger  Preis  gestellt  wird,  wird
er  doch  noch  immer  höher  sein  als  derjenige  ist,  der  jetzt  nach
Abzug  der  hohen  Selbstkosten  für  die  Verlader  übrig  bleibt.
Die  Händler,  weil  ortsansässig,  selbständig  und  mit  dem  Verschleiß ­
  vertraut,  können  die  Fische  auch  leichter  und  in  größerer
Menge  unterbringen  als  es  uninteressiertem  eigenen  Verkaufspersonal ­
  möglich  ist.  Das  ganze  Geschäft  wird  dadurch,  wie  man
zu  sagen  pflegt,  »glatter«.
Der  von  den  Händlern  zu  zahlende  Preis  müßte  für  längere
Zeit  festgelegt  werden.  Entweder,  daß  sie  die  Fische  zu  einem
durch  keine  Marktschwankungen  und  Fangergebnisse  beeinflußten
festen  Preise  erhalten,  oder  daß  sie  einen  festen  Zuschlag  zu  den
Börsenpreisen  des  Versandtages  in  Bremerhaven-Geestemünde  zu
zahlen  haben.  Die  Praxis  wird  ergeben,  welche  Berechnungsart
bei  freier  Konkurrenz  die  zweckmäßigere  ist.  Den  Händlern  müßte
bei  Androhung  einer  Konventionalstrafe  für  jeden  Zuwiderhandlungsfall ­
  die'Verpflichtung  auf  erlegt  werden,  die  Fische  nur  mit  einem
fixen  Zuschläge  pro  Pfund  an  die  Verbraucher  abzugeben.  Hand
in  Fland  mit  dieser  Organisation  hätte  eine  lebhafte  propagandistische
Tätigkeit  zu  gehen.
Um  die  Fischpreise  in  Bremen  selbst  zu  verbilligen  und  Seefische ­
  dadurch  zu  einem  wirklichen  Volksnahrungsmittel  zu
            
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